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Standort für Europazentrale : Frankfurt will Tiktok anlocken

Begehrt: Frankfurt hätte gerne die Europazentrale von Tiktok-Betreiber Bytedance Bild: AFP

Frankfurt schmückt sich gerne mit seinen Kreativen. Nun versucht die Stadt, den Sitz der Europazentrale des Betreibers der Internetplattform Tiktok zu bekommen.

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          Aus dem Weißen Haus bekommt das chinesische Unternehmen Bytedance derzeit nur böse Worte zu hören – aus dem Frankfurter Römer hingegen flattert dem Betreiber der Internetplattform Tiktok in diesen Tagen ein überaus freundlicher Brief ins Haus. Frankfurt möchte gern Standort der neuen Europazentrale werden, deren Einrichtung Bytedance jüngst über die Nachrichtenagentur Reuters angekündigt hatte. Deshalb richtete Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) ein Einladungsschreiben an den Unternehmensvorstand.

          Inga Janović
          Redakteurin im Regionalteil der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und verantwortliche Redakteurin des Wirtschaftsmagazins Metropol.

          Die zentrale Lage der Stadt, der verkehrsstärkste Internetknoten der Welt, die Vielzahl der Rechenzentren, in denen auch chinesische Server stehen, und die guten Beziehungen ins Land, etwa über die Städtepartnerschaft mit Guangzhou, benennt Feldmann darin als Vorzüge Frankfurts. Zudem gebe es in Rhein-Main gut ausgebildete Arbeitnehmer.

          Die am schnellsten wachsende soziale Plattform

          „Frankfurt ist ein idealer Standort für IT-Unternehmen und aus meiner Sicht für das internationale Hauptquartier der Firma ganz besonders“, ließ sich Feldmann zitieren, als die Bewerbung bekannt geworden war. Er gibt zu, dass die Konkurrenz stark ist. Allgemein wird spekuliert, dass die Wahl auf Dublin oder London fallen wird, in Deutschland unterhält der wegen seines Umgangs mit Daten umstrittene Konzern bereits eine Niederlassung in Berlin.

          Der Videodienst ist die am schnellsten wachsende soziale Plattform. Doch muss der chinesische Konzern sein amerikanisches Geschäft verkaufen, will er einem Verbot in den Vereinigten Staaten zuvorkommen. Zuerst hatte das „Frankfurt Journal“ über Feldmanns Schreiben berichtet.

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