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Teures Frankfurt : Hinter Wien, vor Berlin

Frankfurt und die Lebenserhaltungskosten: Gar nicht mal so teuer – oder? Bild: Frank Röth

Hohe Mietpreise und Lebenserhaltungskosten: Das Leben in Frankfurt ist nicht günstig. Aber es geht noch wesentlich teurer.

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          Wer immer schon der Ansicht war, die Lebenshaltungskosten in Frankfurt seien besonders hoch, kann sich durch eine neue Studie bestätigt sehen – oder auch nicht. Das Beratungsunternehmen Mercer hat wie in jedem Jahr die Preise in 209 Städten miteinander verglichen und plazierte Frankfurt dabei auf Rang 74, womit die Stadt in Deutschland auf dem zweiten Platz hinter München landete, aber vor Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Stuttgart, Nürnberg und Leipzig. „Vor“ diesen Städten heißt in diesem Fall: In allen genannten Orten außer München ist das Leben billiger.

          Manfred Köhler

          Stellvertretender Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und verantwortlicher Redakteur des Wirtschaftsmagazins Metropol.

          Andererseits bedeutet Platz 74 aber eben auch, dass Dutzende Städte auf der Welt teurer sind. Den ersten Platz belegt Hongkong, gefolgt von Tokio, Singapur und Seoul, als teuerste europäische Stadt folgt Zürich auf dem fünften Platz. New York reiht sich auf Platz neun ein. Brexit-Flüchtlinge werden sich vielleicht freuen, dass sie sich deutlich verbessern: London liegt bei den Lebenshaltungskosten auf Platz 23, da fällt man also bei einem Umzug nach Frankfurt um 51 Plätze nach unten und empfindet mithin die Mainmetropole als regelrechtes Schnäppchenparadies. Eine Verlagerung des Jobs nach Paris würde nicht annähernd so viel bringen, denn die französische Hauptstadt liegt in diesem Ranking deutlich vor Frankfurt, auf Platz 47. In Dublin ist das Leben noch teurer, die Stadt liegt auf Rang 43.

          Mercher vergleicht für das Cost-of-Living-Ranking jeweils mehr als 200 Preise, darunter Mieten, Fahrpreise und Lebensmittelpreise. Gerechnet wird in Dollar. Die Daten sollen international tätigen Konzernen bei der Berechnung der Vergütung ihrer Mitarbeiter zu helfen. Wer richtig sparen will, sollte seine Beschäftigten nach Karatschi, Taschkent und Tunis entsenden, in dem Vergleich der 209 Großstädte sind dies die drei Orte, die auf den hinteren Plätzen gelandet sind.

          3. Platz auf unserer Liste: Auch in Deutschland geht es noch teurer als in Frankfurt. München hat die höchsten Lebenserhaltungskosten innerhalb der Bundesrepublik. Bilderstrecke

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