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Lob für Finanzinvestoren : Kurz vor Toreschluss: Beirat von Stada für Übernahme

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Unsichere Zukunft: Das Gebäude des Arzneimittelherstellers Stada in Bad Vilbel. Bild: Rolf Oeser/Stada

Die Übernahme des Arzneimittelherstellers Stada könnte wieder scheitern. Bain und Cinven verfügten zuletzt über 43 Prozent der Aktien. Kurz vor Ablauf der Frist wendet sich erstmals der Beirat an die Aktionäre.

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          Der Arzneimittelhersteller Stada will das milliardenschwere Kauf-Angebot der Finanzinvestoren Bain und Cinven mit allen Mitteln zum Erfolg bringen. Kurz vor Ablauf der Angebotsfrist am 16. August wandte sich zum ersten Mal der Beirat des Pharmaherstellers an die Aktionäre. Denn auch der zweite Übernahme-Versuch droht zu platzen, weil sich die Aktionäre bisher zurückhalten. Im ersten Anlauf war eine Übernahme bereits gescheitert, worauf die Finanzinvestoren ihr Gebot erhöhten und die Annahmeschwelle senkten.

          Man habe sich „in einem offenen Dialog mit Vorstand, Bain Capital und Cinven persönlich davon überzeugen“ können, „dass es sich bei den Bietern um finanzstarke und verlässliche Partner mit umfangreicher Erfahrung im Gesundheits- und Pharmasektor handelt“, schreiben Beiratschef Thomas Meyer und Vize Frank Leu in einem Brief an die Aktionäre. Der Beirat sieht bei einem erneuten Scheitern die Gefahr einer „Zerschlagung“.

          Investoren haben 43 Prozent

          Am Morgen teilte das Übernahmevehikel Nidda Healthcare Holding AG mit, über knapp 43 Prozent des Grundkapitals von Stada zu verfügen. Damit die Übernahme gelingt, muss bis Mittwochabend eine Annahmequote von 63 Prozent erreicht werden. Die Aktie reagierte auf den Beiratsbrief und die neuen Zahlen im Vormittagshandel mit einem Plus von zwei Prozent. Der Kurs liegt aber weiter unter dem Übernahmegebot.

          Bis Freitagabend seien ihnen erst gut 34 Prozent der Stada-Aktien angedient worden, hatten die Kaufinteressenten am Montag mitgeteilt. Grund für die ernüchternde Zwischenbilanz ist auch die Zurückhaltung von Privatanlegern, die rund ein Viertel an Stada halten. Darunter sind viele Ärzte und Apotheker, die einen Verkauf kritisch sehen.

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