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Sparkasse : Naspa streicht Filialnetz zusammen

Filiale der Nassauischen Sparkasse in Frankfurt Bild: Maria Klenner

Die Nassauische Sparkasse will 25 Niederlassungen schließen. Auch Geldautomaten werden abmontiert. Mitarbeiter sollen den Kunden stattdessen Bargeld nach Hause bringen.

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          Die Nassauische Sparkasse mit Sitz in Wiesbaden will ihr Filialnetz drastisch verkleinern. Wie das Kreditinstitut mitteilte, sollen 25 Niederlassungen geschlossen werden. An zehn davon wird es immerhin noch Automaten geben. An weiteren neun Orten, wo es bisher lediglich solche Automaten etwa zum Geldabheben vorhanden waren, werden auch diese abmontiert.

          Manfred Köhler

          Stellvertretender Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und verantwortlicher Redakteur des Wirtschaftsmagazins Metropol.

          Die Sparkasse, deren Geschäftsgebiet von Frankfurt bis in den Westerwald reicht und auch einen Teil des Taunus sowie den Rheingau umfasst, begründet die Einschnitte mit einem geänderten Kundenverhalten, also damit, dass immer weniger Menschen in die Filialen kommen. Die Schließungen sollen noch in diesem Jahr vorgenommen werden. Die Pressestelle der Nassauischen Sparkasse hebt hervor, dass Filialen grundsätzlich wichtig blieben. Deshalb würden auf der anderen Seite auch zwei Niederlassungen neu eröffnet.

          Mitarbeiter sollen Bargeld nach Hause bringen

          Die Schließungen ziehen sich durch das gesamte Geschäftsgebiet. So verschwinden die mitarbeiterbesetzten Geschäftsstellen in Wiesbaden-Klarenthal, Frankfurt-Heddernheim, -Niederrad und -Schwanheim, in Oestrich-Winkel und in Friedrichsdorf-Köppern. Wiesbaden-Medenbach, Lahnstein-Niederlahnstein und Hochheim-Weststadt zählen zu den Orten, an denen selbst die Automaten abgebaut werden, die Nassauische Sparkasse also künftig gar nicht mehr vertreten ist. Die Kunden könnten dort künftig auf mobile Angebote zurückgreifen, so seien Mitarbeiter bereit, ihnen zum Beispiel Bargeld nach Hause zu bringen. Neue Filialen sind in Niedernhausen und Hattersheim vorgesehen.

          Auch andere Kreditinstitute in Deutschland haben in den vergangenen Jahren ihre Präsenz am Ort reduziert oder suchen nach innovativen Lösungen, um Filialen weiterbetreiben zu können. So haben die Taunus-Sparkasse mit Sitz in Bad Homburg und die Frankfurter Volksbank vor wenigen Tagen bekanntgegeben, Filialen gemeinsam betreiben zu wollen.

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