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Eintracht und Deutsche Bank : Keine Liebe auf den ersten Blick

Statement: Dass die Deutsche Bank Namensgeber des Frankfurter Waldstadions wird, ist auch ein Bekenntnis zum Finanzplatz Bild: dpa

Dass die Deutsche Bank nun Namensgeber des Frankfurter Waldstadions wird, ist auch ein Bekenntnis zum Finanzplatz. Dabei war das Verhältnis zwischen Bank und Stadt nicht immer gut.

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          Schnell war unter Eintracht-Fans eines klar: Das Waldstadion bleibt das Waldstadion. Daran, so kommentierten die Anhänger des Frankfurter Bundesligaklubs am Mittwoch trotzig in den sozialen Medien, habe die Umbenennung des Stadions im Stadtwald in Commerzbank-Arena nach dem Umbau 2005 nichts geändert, und daran werde auch jene Nachricht nicht rütteln, die nun bestätigt wurde. Das Stadion-Areal der Eintracht wird demnach künftig Deutsche Bank Park heißen. Doch trotz der Ablehnung vieler Fans ist die Nachricht, dass Deutschlands größte und wichtigste Privatbank in großem Stil beim bekanntesten Frankfurter Sportverein einsteigt, auch ein Bekenntnis zu Frankfurt – und damit für die ganze Stadt ein bemerkenswertes Ereignis.

          Daniel Schleidt
          Koordinator der Wirtschaftsredaktion in der Rhein-Main-Zeitung.

          Denn die Beziehung des Konzerns zu Frankfurt in der 150 Jahre währenden Geschichte des Hauses ist alles andere als eine einzige Liebesgeschichte. Dafür muss man den Blick gar nicht allzu weit in die Vergangenheit richten. Vor gut drei Jahren hatte der damalige Vorstandsvorsitzende John Cryan auf einem Neujahrsempfang in Berlin deutlich gemacht, das Unternehmen heiße Deutsche und nicht Frankfurter Bank. Damals ging es zwar lediglich darum, dass die Bank wegen des Brexits Personal nicht zwingend nur an den Main, sondern auch in die Bundeshauptstadt Berlin verlegen könnte. Und doch war es ein Satz mit Nachhall am Finanzplatz, an dem man in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder den Eindruck gewinnen musste, die Bank fühle sich eigentlich ein wenig zu groß für das provinzielle Frankfurt.

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