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Sekt aus dem Rheingau : Anstoßen wie der Bundespräsident

  • -Aktualisiert am

Perlendes Produkt: Winzer Jochen Neher mit einem seiner Sekte im Keller. Bild: Marcus Kaufhold

Der Sekt des Lorcher Winzers Jochen Neher ist außergewöhnlich. Die Veredelung seines Grundweins überlässt er allerdings erfahrenen Spezialisten.

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          Schon Karl Carstens mochte diesen Lorcher Wein, und Richard von Weizsäcker bestellte den Sekt. Das Bundespräsidialamt war und ist ein treuer Kunde von Jochen Neher. Der Winzer wüsste zwar gern mehr darüber, in welch illustrem Kreis sein Schaumwein regelmäßig ausgeschenkt wird, doch dieses Geheimnis wird in Schloss Bellevue sorgsam gehütet. Von dem einen oder anderen gekrönten Haupt weiß Neher aber dennoch, dass es seinen Sekt schon im Glas hatte. Die schwedische Königin gehört dazu.

          Oliver Bock
          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Rheingau-Taunus-Kreis und für Wiesbaden.

          Dabei erzeugt Neher seinen Sekt nicht einmal selbst. Denn Schaumweinproduzenten benötigen viel Platz und große Keller, und beides hat das Familienweingut in beengter Lage von Lorch nicht. Zudem überlässt Neher die Veredelung seiner sorgsam ausgewählten Grundweine lieber Spezialisten, deren Alltagsgeschäft die zweite Vergärung ist. Dazu zählt das Sekthaus Reuter und Sturm in Walluf, dem viele ambitionierte Winzer nicht nur aus dem Rheingau die Versektung anvertrauen. Diese Spezialisierung ist im Rheingau die Regel. Sekt gehört zwar zur Abrundung des Sortiments jedes Weinguts zwingend dazu, aber nur sehr wenige Winzer haben ihr Weingut zum Sektgut erweitert und in den entsprechenden Maschinenpark investiert.

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