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Eigene GmbH mit 17 : Schüler berät Start-ups und arbeitet an Fertighaus-Software

Gründer-Gen inside: Jungunternehmer Felix Kläres mit dem Modell eines Flugmotors, dessen Einzelteile im 3-D-Druckverfahren hergestellt wurden Bild: Maximilian von Lachner

Mit 14 Jahren ein Gewerbe, drei Jahre später die eigene GmbH: Der preisgekrönte Schüler Felix Kläres berät über Modellbau und 3-D-Druck hinaus nun auch Start-ups. Das ist aber nicht alles.

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          Felix Kläres will klare Verhältnisse. Deshalb hatte der Schüler aus Ober-Ramstadt mit 14 Jahren eigens eine gerichtliche Genehmigung eingeholt, dass er trotz seines jungen Alters ein Gewerbe führen darf. Zu seinem Geschäft war er damals über seine Hobbies, Modellbau und 3-D-Druck, gekommen. Kläres fertigte für andere Modellbauer 3-D-Bauteile und Figuren an. Über dieses Nischengeschäft, für das er 2020 einen Sonderpreis beim Hessischen Gründerpreis erhielt, ist er nun hinaus. Deshalb hat der heute Siebzehnjährige im vergangenen Jahr wieder beim Amtsgericht vorgesprochen – er brauchte für seine neuesten Geschäftsideen die Zustimmung für eine GmbH-Gründung. Acht Monate später hat er sie, das neue Unternehmen ist eigentlich mehr als eins.

          Inga Janović
          Redakteurin im Regionalteil der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und verantwortliche Redakteurin des Wirtschaftsmagazins Metropol.

          Zum einen berät Kläres nun andere Start-ups und vor allem solche, die es noch werden wollen. Er hilft ihnen, aus einer vagen Idee ein echtes Produkt und ein Geschäftsmodell zu machen, ordnet ihre Finanzierung genau wie ihre Arbeitsabläufe und kann dank seiner Erfahrungen im 3-D-Druck auch bei der Erstellung von Prototypen helfen. Weil momentan die Mehrheit der Start-ups auf Software setzt, will Kläres solche Geschäftsideen vorantreiben, die auf Produkte zum Anfassen hinauslaufen. Andererseits, und das ist das zweite Standbein der neuen 3DNavigator GmbH, will er eine eigene Software auf den Markt bringen.

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