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F.A.Z. exklusiv : Sanofi in Frankfurt vor weiterem Stellenabbau

Schleichend: In der Fertigung - hier ein Blick auf einen Arbeitsplatz in der Pen-Fertigung - baut Sanofi schon ab - nun kommen globale Funktionen dran Bild: Unternehmen

Der Pharmakonzern Sanofi baut seit Monaten schon Stellen in der Fertigung von Arzneien für Zuckerkranke ab. Nun kommen andere Abteilungen an die Reihe - auf Geheiß des oberstes Chefs.

          Vor allem in der Fertigung von Arzneimitteln für Zuckerkranke baut das Pharmaunternehmen Sanofi in Frankfurt-Höchst seit Monaten schon Stellen ab – und bald wird auch die Zahl der Arbeitsplätze in Teilen der Verwaltung verringert. Wie die Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats, Beate Bockelt, der Rhein-Main-Zeitung sagte, will der Pariser Konzern weltweit künftiger weniger Mitarbeiter in Abteilungen mit standortübergreifenden Aufgaben beschäftigen. Dies gehe aus einem Schreiben des Konzernvorstands-Vorsitzenden Olivier Brandicourt hervor.

          Thorsten Winter

          Wirtschaftsredakteur und Internetkoordinator in der Rhein-Main-Zeitung.

          Demnach hat Brandicourt kurz vor dem Nikolaustag die weltweit mehr als 100.000 Beschäftigten auf das Programm „Horizon 2020“ vorbereitet. Im Einzelnen wolle der Konzern seine Einheiten für Finanzen, Personalwesen, Einkauf sowie Abteilungen für Rechts- und Patentfragen straffen.

          17 Prozent von 804

          Die Sanofi-Aventis Deutschland GmbH zähle 804 Männer und Frauen in solchen Funktionen. Etwa zwei Drittel von ihnen arbeiten nach Schätzung von Bockelt im Industriepark Höchst, die übrigen in Berlin und bei der Konzerntochter Genzyme in Neu-Isenburg.

          Nach Vorgabe von Brandicourt soll ihre Zahl um 17 Prozent verringert werden. Das wären knapp 140 Stellen. Die Arbeitnehmervertreter wollen den Arbeitgeber aber herunterhandeln, wie die Gesamtbetriebsrats-Vorsitzende sagte. Eine Firmensprecherin teilte mit, Sanofi passe die Zahl der Stellen stetig auf die Marktgegebenheiten an. Der Konzern verliert Quartal für Quartal bei dem in Höchst entwickelten und hergestellten Langzeitinsulin Lantus aufgrund von billigeren Nachahmerprodukten erheblich an Umsatz.

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