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Thorsten Winter (thwi)

Opel baut weiter um : Rüsselsheimer Tauschgeschäft

Opel-Kapitän: Firmenchef Michael Lohscheller trimmt den Autobauer weiter auf Rendite Bild: Frank Röth

Dass Opel weitere Stellen abbauen wird, aber auch den Kündigungsschutz verlängert, ist Teil eines Tauschgeschäfts. Für das Stammwerk ist wichtig, künftig die Astra-Palette zu bauen, zumal das Flaggschiff dümpelt.

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          Noch arbeiten für Opel in Deutschland rund 15.000 Beschäftigte, fast 5000 weniger als vor der Übernahme durch PSA aus Frankreich vor gut zwei Jahren. Das ist nicht schön, aber der Abbau wird sich fortsetzen. Es hat mit der Übernahme von Fiat-Chrysler und Überkapazitäten zu tun, aber auch mit der E-Mobilität. Für Elektroautos sind weniger Arbeitskräfte nötig als für Benziner und Dieselautos. Auch achtet PSA anders als die frühere Konzernmutter General Motors genau auf Kosten und Margen.

          PSA-Chef Tavares hat vor wenigen Monaten geäußert, das Werk Rüsselsheim arbeite immer noch viel zu teuer im Vergleich zu Peugeot in Frankreich. Indem er auch Beschäftigte des Jahrgangs 1963 loswerden will, kommt Opel-Chef Lohscheller ihm entgegen. Das ist teuer. Je nachdem, wie viele Mitarbeiter sich abfinden lassen wollen, kostet das im Zweifel einen dreistelligen Millionenbetrag.

          „Für viele attraktiv“

          Dass Opel weitere Stellen abbauen wird, aber auch den Kündigungsschutz verlängert, ist Teil eines Tauschgeschäfts. Die Arbeitnehmer wollen etwas bekommen, wenn sie etwas geben. Rüsselsheim erhält außerdem die Astra-Palette inklusive der Hybrid-Varianten. Das ist wichtig für die Auslastung, zumal das Flaggschiff Insignia nicht in einem Wachstumssegment unterwegs ist. Neben dem Kleinwagen Corsa ist der Astra das wichtigste Modell.

          Jürgen Pieper, Analyst des Bankhauses Metzler, hat recht, wenn er sagt: „Das alles ergibt eine Perspektive, die für viele attraktiv sein sollte.“

          Thorsten Winter
          Wirtschaftsredakteur und Internetkoordinator in der Rhein-Main-Zeitung.

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