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Reform der Grundsteuer : Das Abc der neuen Grundsteuer

Wird es teurer? Auch die Steuern für Immobilien im Wohngebiet Römerhof in Friedrichsdorf werden im Zuge der Grundsteuerreform neu berechnet. Bild: Lucas Bäuml

Drei Millionen Immobilien und Grundstücke in Hessen müssen in diesem Jahr neu bewertet werden. So will es die Grundsteuerreform. Wer ein Haus, eine Wohnung oder ein Stück Land besitzt, muss dem Finanzamt Daten liefern. Vom 1. Juli an läuft die Zeit.

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          Warum gibt es überhaupt eine neue Grundsteuer?

          Die Reform wurde nötig nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts. Dieses hatte 2018 entschieden, dass die sogenannten Einheitswerte, die bisher für die Berechnung der Gemeindesteuer herangezogen werden, veraltet und ungerecht sind. Sie beruhen auf Werten, die in Westdeutschland seit 1964 und in Ostdeutschland seit 1935 nicht mehr angepasst worden sind – mit der Folge, dass viele Eigentümer übermäßig stark belastet werden, während andere, etwa in teuren Ballungsgebieten wie Frankfurt, gemessen an der Kaufpreisentwicklung, zu wenig Steuern für ihre Immobilie zahlen.

          Wen betrifft die Reform?

          Petra Kirchhoff
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Reform betrifft letztendlich jeden. Denjenigen, der ein Haus mit Garten besitzt, eine Eigentumswohnung, ein Stück Land oder einen Wald – ebenso wie Mieter, die in diesen Häusern wohnen, denn wie bisher können Vermieter die Grundsteuer auf ihre Mieter umlegen. Drei Millionen Grundstücke und Immobilien müssen allein in Hessen neu bewertet werden. Die Reform gilt als das größte Projekt für die Steuerbehörden in der Nachkriegsgeschichte. Daher sind für die Vorbereitung vier Jahre angesetzt. Der neue Steuersatz muss erst 2025 zum ersten Mal gezahlt werden.

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