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Rechtehandel auf der Buchmesse : Sehnsucht nach dem Trubel

  • -Aktualisiert am

So soll es in Zukunft wieder sein: voriges Jahr im Agentenzentrum. Bild: Helmut Fricke

Die Frankfurter Buchmesse gibt es trotz Corona-Pandemie, allerdings zu großen Teilen digital. Und wie steht es um das Geschäft? Auch der Rechtehandel findet in diesem Jahr online statt.

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          Letztes Jahr um diese Zeit war der „Frankfurter Hof“ ein Paradies für Viren. In den labyrinthischen Gängen im Erdgeschoss des Luxushotels lagerten die Literaturagenten und Verlagslektoren, wurden Exposés herumgereicht, wurde gemeinsam auf Bildschirme geschaut, vor allem aber viel gedrückt, umarmt und geküsst – die Buchmesse ist oder war immer auch das große Familienfest einer weltumspannenden Branche, deren Mitglieder sich einmal im Jahr sehen.

          In diesem Jahr aber sind die Gänge verwaist, der „Hessische Hof“, die zweite Pilgerstätte der Verlagsleute, ist ganz geschlossen worden, ein Opfer der Pandemie, er wird in Zukunft vielen fehlen. Denn hier schlug, ebenso wie im Literary Agents & Scouts Centre, das in den vergangenen Jahren mit mehr als 500 Tischen stets ausgebucht war und voriges Jahr in die Festhalle verlegt wurde, für viele das eigentliche Herz der Buchmesse. Während in den großen Hallen die bunten Endprodukte ausgestellt werden, verhandeln die Buch-Macher im Hintergrund die Zukunft, kaufen und verkaufen Rechte für die künftigen Programme, tauschen Namen, Gerüchte und Tratsch aus und legen so im Idealfall das Fundament für künftige Erfolge.

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