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Privat krankenversichert : Die späte Sehnsucht nach der Solidargemeinschaft

Gesundheitscheck: Mit der Behandlung von Privatpatienten verdienen niedergelassene Ärzte jährlich sieben Milliarden mehr als mit Kassenpatienten. Bild: AP

Mit dem Anstieg der Prämie im Alter bereuen viele den Schritt in die private Krankenversicherung und möchten wieder Kassenpatient sein. Wie wäre es mit heiraten?

          4 Min.

          Silke B. hat extra nachgeschaut. Mit einer Prämie in Höhe von 264,84 Mark ist die Frankfurterin 1974 in die private Krankenversicherung eingetreten. Ein verlockendes Angebot für die selbständige Journalistin. „Die Gesetzliche war damals doppelt so teuer.“ Dass sie später – die Frankfurterin ist jetzt 71 Jahre alt – mit 854,43 Euro (bei einem Selbstbehalt von 1550 Euro) gut sechsmal so viel zahlen würde, war damals nicht abzusehen.

          Petra Kirchhoff

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Berthold T. ist 2001 in die private Krankenversicherung (PKV) gewechselt – aus finanziellen Gründen und weil er sich eine bessere Behandlung dadurch erhofft habe, sagt der Frankfurter, der als Projektmanager in einem Softwareunternehmen arbeitet. Stolz sei er damals gewesen. „Das war etwas Besonderes.“ Seine beruflichen Aussichten stuft der 51Jahre alte Mathematiker inzwischen jedoch vorsichtiger ein. Als Fachspezialist habe er den Höhepunkt seiner Karriere bereits hinter sich. Mit wesentlichen Gehaltsverbesserungen sei in Zukunft nicht mehr zu rechnen, Er sei in Sorge, ob er sich im Rentenalter die hohen Prämien werde leisten können, sagt er.

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