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Folge der Corona-Pandemie : „Hessischer Hof“ an der Frankfurter Messe muss schließen

Noble Adresse: „Hessischer Hof“ in Frankfurt nahe der Messe Bild: Ricardo Wiesinger

Bisher war der „Hessische Hof“ nahe der Frankfurter Messe eine feste Größe unter den Frankfurter Hotels. Wegen Verlusten in Folge der Corona-Krise schließt der Eigentümer aber das Haus.

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          Schmerzlich, aber alternativlos. Mit diesen Worten hat am Mittwoch Donatus Landgraf von Hessen die Schließung des einzigen privat geführten Luxushotels in Frankfurt bekanntgegeben. Der Fünf-Sterne-Betrieb gegenüber der Festhalle ist im Besitz der Hessischen Hausstiftung und gehört zur Unternehmensgruppe Prinz von Hessen, deren Vorstandsvorsitzender Donatus von Hessen ist.

          Jacqueline Vogt
          Ressortleiterin der Rhein-Main-Redaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Die Gruppe werde ihren Fokus ändern und sich künftig auf ihre touristischen Aktivitäten und ihre Betriebe in touristischen Destinationen konzentrieren. Für Frankfurt sei in den nächsten zwei Jahren nicht mit einer Wiederbelebung des notwendigen Aufkommens an Tagungen, Messen und Geschäftsreisen und damit auch mit einer wieder auskömmlichen Auslastung des Hotels zu rechnen. „Die durch die Corona-Pandemie bedingten tatsächlichen Verluste im laufenden Geschäftsjahr im Grandhotel Hessischer Hof sowie die weiterhin zu erwartenden starken Umsatzeinbrüche in der Business- und Messehotellerie am Messestandort Frankfurt zwingen uns zu einer Portfolioanpassung innerhalb der Unternehmensgruppe Prinz von Hessen.“

          63 Arbeitsplätze gehen verloren

          Zu der Gruppe Prinz von Hessen gehören neben dem Hessischen Hof das Schlosshotel Kronberg, außerdem das Weingut Prinz von Hessen in Johannisberg und die Güterverwaltung in Schleswig-Holstein mit dem Hotel Ole Liese, dem Restaurant Hessenstein, landwirtschaftlichen Betrieben und dem Trakehner-Gestüt Panker. Mit der Schließung des Hessischen Hofs werden nach Angaben des Eigners 63 der 350 Mitarbeiter der Gruppe ihre Arbeitsplätze verlieren. Somit könnten mehr als 80 Prozent der Gesamtbelegschaft gehalten werden. Ein trauriger Tag sei die Verkündung der Schließung dennoch.

          Der Hessische Hof hat 121 Zimmer und Suiten auf sieben Etagen. Von 2010 bis 2017 hatte die Hessische Hausstiftung eine nicht näher bezifferte, nach eigenen Worten zweistellige Millionensumme in die Renovierung des Hauses investiert. Es hatte unter anderem eine neue Fassade erhalten und einen Spa, seit 2014 hat das Hotel im achten Stock eine Präsidentensuite. Mit der Schließung wird Frankfurt ein Hotel verlieren, das nicht so sehr für seine bauliche Schönheit, aber für seinen Service bekannt ist und die Aura, die bis zu Beginn der Pandemie darin herrschte. „Wir sind ein Haus mit guten Gästen.“ So beschrieb ein Generaldirektor des Betriebs das einmal, was heißen sollte, dass nicht nur Geschäftskunden, sondern auch Individualreisende bei ihm abstiegen, und von den Business-Reisenden die kultiviertesten.

          In Vor-Corona-Zeiten hieß es von dem Hotel zuletzt, dass es mit 140 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von gut zehn Millionen Euro erwirtschaftet habe. Nach dem Lockdown war der Hessische Hof bis Ende August geschlossen und dann als Betrieb mit Übernachtung und Frühstück wieder eröffnet worden. Nicht kommentieren wollte Donatus von Hessen gestern die Frage, ob die Immobilie, die im Stiftungsbesitz ist, veräußert wird. Es würden „alle Optionen geprüft“, sagte er dazu.

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