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Darmstädter Erfindung : Wände aus Luft gegen Corona

Im Austausch: Dieter Kaufhold, Ralph Auth und Michael Dechert (von links) in ihrem „coronafreien“ Büro. Bild: Marcus Kaufhold

In drei Minuten soll der Raum coronafrei sein: Mit sanftem Hauch und kaum spürbarem Zug will ein Entwicklerteam aus Darmstadt Büros, Busse und Klassenzimmer vom Virus befreien.

          3 Min.

          Der Wind ist ein Hauch, kaum spürbar, aber mit großer Wirkung. Das sanfte Wehen soll Räume so gründlich von virentragenden Aerosolen säubern, dass sich die Menschen darin wie gewohnt verhalten können, ohne die ständige Sorge, sich bei Kollegen oder Fremden mit dem Coronavirus zu infizieren. Möglich soll das auch in Räumen und Gebäuden sein, in denen keine Klimaanlagen verbaut sind.

          Inga Janović

          Wirtschaftsredakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Entwickelt hat diese Technologie eine Gruppe von Ingenieuren, Juristen und Physikern aus Darmstadt und Umgebung, die sonst als Unternehmer und Sachverständige insbesondere zum Thema Luftschadstoffe arbeiten. Im Februar, als die ersten Corona-Infektionen auch in Deutschland ankamen, taten sie sich zusammen, um ihr Fachwissen gegen die Pandemie einzusetzen. Denn das hätten seine Mitstreiter schon anhand der ersten Infektionsketten erkannt, berichtet Michael Dechert als Koordinator des inzwischen in einem eigenen Unternehmen aufgegangenen Vorhabens: „Es konnte sich bei Covid-19 nicht um eine Tröpfcheninfektion handeln, also mussten Aerosole eine Rolle spielen.“ Wenn die Gefahr in der Raumluft schwebt, müsse man mit dem Coronavirus umgehen wie mit anderen Luftschadstoffen auch: „Lokalisieren, isolieren, binden und entsorgen.“

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