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„Binnen drei Monaten“ : Das Versprechen des Opel-Chefs an die Autokäufer

Bevorzugt: Den Corsa-e will Opel binnen drei Monaten liefern, trotz Chip-Krise Bild: AFP

Die Chipkrise bereitet allen Autobauern erhebliches Kopfzerbrechen. Angesichts voller Auftragsbücher steigen die Lieferzeiten. Da lässt eine Zusage von Opel aufhorchen. Gleiches gilt für Stimmen auf Twitter.

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          Erst seit Anfang September leitet Uwe Hochgeschurtz den Autobauer Opel. Gleichwohl hat er schon bewegte Tage hinter sich gebracht. Gleich an seinem ersten Arbeitstag konnte er den neuen Astra vorstellen. Ein besonders wichtiges Modell: Der Kompaktwagen steht wie der kleine Corsa für ein Viertel der Verkäufe der einzigen deutschen Tochterfirma des Stellantis-Konzerns. Dann aber zog er sich Ärger am Stammsitz Rüsselsheim zu. Denn entgegen früherer Aussagen will Opel den Werkzeugbau am Ort schließen. Und genügend Leute für das Produktionswerk in Südhessen sind auch noch nicht gefunden – und das wenige Wochen vor dem Start der Astra-Fertigung. Zwischendrin holte den neuen Chef rasch die Halbleiterkrise ein. Auch Stellantis fehlen Chips, die sich an vielen Stellen in Fahrzeugen wiederfinden. Aus diesem Grund setzt Opel bis mindestens Jahresende die Produktion in Eisenach aus. Insofern lässt Hochgeschurtz mit einem aktuellen Versprechen aufmerken.

          Thorsten Winter
          Wirtschaftsredakteur und Internetkoordinator in der Rhein-Main-Zeitung.

          „Kunden, die in Deutschland einen Opel Corsa-e oder einen Mokka-e bestellen, bekommen ihr Wunschfahrzeug innerhalb von zwölf Wochen geliefert – trotz der aktuellen globalen Halbleiterkrise“, sagt er. Wie aber kann das sein, wenn Lieferzeiten von einem halben Jahr und länger in der Autobranche schon normal sind? Schließlich hat Opel im Oktober fast 28 Prozent weniger Neuzulassungen verzeichnet als vor Jahresfrist. Eine Folge der Chipkrise.

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