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Treffen mit der IG-Metall : Wie geht es mit Opel weiter?

  • Aktualisiert am

Kein überzeugendes Konzept: Der Autobauer Opel in Rüsselsheim. Bild: dpa

Thorsten Schäfer-Gümbel, SPD-Landeschef, trifft sich mit Mitgliedern der IG-Metall bei Opel. Die Konzepte des PSA-Konzerns sind für ihn nicht überzeugend. Die Belegschaft sei verunsichert.

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          Hessens SPD-Landeschef Thorsten Schäfer-Gümbel hat den französischen PSA-Konzern aufgefordert, seine Pläne und konkreten Investitionen für den Autobauer Opel offenzulegen. „Aus schönen Worten müssen endlich auch gute Taten werden“, sagte der hessische Oppositionsführer am Dienstag nach einem Treffen mit Vertrauensleuten der IG Metall bei Opel in Rüsselsheim.

          In der Belegschaft herrsche insbesondere wegen des geplanten Teilverkaufs des Entwicklungszentrums inklusive 2000 Mitarbeitern an den Industrie-Dienstleister Segula „Zorn, Wut und Enttäuschung“, sagte Schäfer-Gümbel. Es gebe von Unternehmensseite kaum Informationen und bisher auch kein überzeugendes Konzept. Vertreter des Betriebsrats wie auch die Gewerkschaft äußerten sich nach dem Treffen nicht.

          Der Politiker meldete Zweifel an der wirtschaftlichen Tragfähigkeit der von PSA angestrebten Lösung an. Segula sei kein sehr großes Unternehmen und agiere in vielen Teilgesellschaften. Im Fall eines Scheiterns könne es trotz der bei Opel ausverhandelten Jobgarantie sehr schnell zu Ende sein mit Sozialplänen für die Belegschaft. Er könne der IG Metall daher nur raten, bei den Verhandlungen auf einem Rückkehrrecht für die Ingenieure zu Opel zu bestehen.

          Wie geht es mit Opel weiter? Thorsten Schäfer-Gümbel, hessischer Oppositionsführer, fordert konkrete Pläne vom PSA-Konzern.
          Wie geht es mit Opel weiter? Thorsten Schäfer-Gümbel, hessischer Oppositionsführer, fordert konkrete Pläne vom PSA-Konzern. : Bild: Michael Kretzer

          Im Unternehmen habe er eine „unzureichende Mitbestimmungskultur“ wahrgenommen, erklärte der SPD-Kandidat für das Amt des hessischen Ministerpräsidenten. „Offensichtlich versucht man, französische Unternehmenskultur in Rüsselsheim durchzusetzen. Die gelebte Sozialpartnerschaft in Deutschland ist in Frankreich eben nicht existent. Das wird am Ende nicht gut für das Unternehmen enden.“ PSA-Chef Carlos Tavares solle seinen „autoritären Kurs“ beenden.

          Im Gespräch mit der Verlagsgruppe VRM zeigte sich indes Segulas Deutschlandchef Martin Lange optimistisch, in Rüsselsheim schnell wachsen zu können. Der deutsche Markt für Ingenieursdienstleistungen werde in den kommenden fünf Jahren um 50 Prozent auf 6 Milliarden Euro zulegen. Daran wolle sich Segula einen Anteil von rund zehn Prozent sichern und zudem in anderen Bereichen wie Energie, Bahn und Schifffahrt tätig werden. Niemand müsse sich bei einer Übernahme um den Beschäftigungsschutz Sorgen machen. Man sei optimistisch, künftig eher noch mehr Mitarbeiter zu brauchen.

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