https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/wirtschaft/opel-schliesst-betriebsbedingte-kuendigungen-nicht-mehr-aus-16957463.html

Autohersteller : Opel schließt betriebsbedingte Kündigungen nicht mehr aus

  • Aktualisiert am

Schlechte Nachrichten aus Rüsselsheim: Die Stellenkürzungen scheinen ohne betriebsbedingte Kündigungen nicht möglich. Bild: dpa

Eigentlich will Opel sozialverträglich 2100 Stellen abbauen. Auf die Angebote gingen allerdings bisher zu wenige Mitarbeiter ein. Deshalb drohen nun wohl doch härtere Einschnitte.

          1 Min.

          Wegen bisher niedriger Akzeptanz eines freiwilligen Programms zum Abbau von Arbeitsplätzen schließt der Autobauer Opel betriebsbedingte Kündigungen nicht aus. Bis Ende kommenden Jahres sollten 2100 Arbeitsplätze in Deutschland über sozial verträgliche beziehungsweise freiwillige Alters- und Abfindungsprogramme abgebaut werden, bisher hätten sich aber nur 500 Beschäftigte dafür entschieden, erklärte ein Unternehmenssprecher in Rüsselsheim auf Anfrage der F.A.Z.. Die VRM-Gruppe hatte zuerst über eine entsprechende Botschaft an die Mitarbeiter berichtet.

          „Die Situation wird Ende November bewertet. Darauf basierend würde auch die Umsetzung betriebsbedingter Kündigungen geprüft“, erklärte der Sprecher. Bisher sei man weit entfernt von der erforderlichen Anzahl ausscheidender Beschäftigter.

          In Gesprächen mit dem Betriebsrat und der IG Metall sei vereinbart worden, schnell weitere Alternativen zu untersuchen. „Wenn wir dieses Ziel nicht durch freiwillige Maßnahmen erreichen sollten, werden wir eine Überprüfung des Zukunftstarifvertrages vornehmen, insbesondere der Verpflichtung zur Beschäftigungssicherung“, erklärte der Sprecher. Begründet wurde das Vorgehen auch mit der Corona-Krise. Betroffen ist vor allem der Stammsitz Rüsselsheim.

          Weitere Themen

          „Onkel Fritz, du bist ein Held“

          Fritz Bauer posthum geehrt : „Onkel Fritz, du bist ein Held“

          Zu seinen Lebzeiten waren viele der Meinung, er sei zu weit gegangen. 54 Jahre nach seinem Tod wird Auschwitz-Ankläger Fritz Bauer nun ungeteilte Anerkennung gezollt: Er wird vom Land Hessen mit der Wilhelm-Leuschner-Medaille geehrt.

          Weiterer Bus zum Flughafen

          Zum Fahrplanwechsel : Weiterer Bus zum Flughafen

          Die Stadt Frankfurt baut ihre Angebote im Öffentlichen Nahverkehr weiter aus. Denn die Fahrgäste seien nach der Pandemie nun wieder zurück.

          Topmeldungen

          Deutsches WM-Aus : Der nächste Untergang

          Bei der WM in Qatar erlebt der deutsche Fußball die nächste brutale Selbsttäuschung. 18 Monate vor der Heim-EM blickt er in einen tiefen Abgrund. Das Spiel gegen Costa Rica ist lange erschütternd – und ein Spiegel der vergangenen Jahre.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.