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Opel-Entwickler Lohr gestorben : Pionier für Frontantrieb und Katalysator

Bestseller aus Rüsselsheim: Opel Kadett D, hier in der GTE-Variante Bild: Picture Alliance

Fünf Jahrzehnte lang hat Friedrich „Fritz“ Lohr die Entwicklung der Opel-Modelle mitgeprägt und dabei wichtige Technologien eingeführt. Nun ist er mit 95 Jahren gestorben.

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          Der Tester zeigte sich begeistert: Der neue Kadett D, schrieb der F.A.Z.-Kollege nach einem Fahrtest, sei ein Angebot, das für viele Käufer hoch attraktiv sei: erstmals ein zukunftsträchtiger Frontantrieb, 20 Zentimeter länger als der Golf, erstklassiges Fahrverhalten und ein „flott“ abgeschrägtes Heck: „Kadett kontra Golf: Das wird ein packendes Duell werden, und der Opel dürfte eine sehr gute Figur dabei machen“, hieß es in dem Fahrbericht 1979.

          Falk Heunemann
          Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Der Frontantrieb im Kadett war für Opel damals revolutionär: Er ermöglichte gegenüber dem Heckantrieb nicht nur mehr Platz für Fahrgäste und im Kofferraum, sondern er war auch günstiger zu produzieren. Durchgesetzt hat ihn der damalige Chefingenieur Friedrich „Fritz“ Lohr, weshalb in Rüsselsheim die Anekdote erzählt wurde, die Abkürzung „FWD“ stehe nicht etwa für „Front Wheel Drive“ (Frontantrieb), sondern für „Fritz will das“.

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