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Kostencheck bei Norma Group : „Wir schließen betriebsbedingte Kündigungen nicht aus“

Harnstoff inklusive: Norma stellt unter anderem Fluidsysteme zur Abgasreinigung bei Dieselfahrzeugen her Bild: Norma Group Maintal

Nach acht Jahren stetigen Wachstums will der Maintaler Konzern Norma die „Kapazitäten optimieren“ und alle 29 Standorte überprüfen. Was aber bedeutet das für den Stammsitz mit derzeit 750 Stellen?

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          Wenn ein Unternehmen öffentlich über die „Optimierung der Standortkapazitäten in allen Regionen“ nachdenkt, dann ist klar: Hier geht es letztlich um Arbeitsplätze. Norma aus Maintal kündigte besagte Standort-Optimierung an – und noch mehr. Der börsennotierte Hersteller von Steckverbindungen für Motoren und Batterien, von Schlauchschellen und Produkten für das Wassermanagement will sich nicht nur seine weltweit 29 Standorte mit Blick auf die Kosten ansehen. Er will auch den Einkauf durchleuchten und das Portfolio dahingehend überprüfen, welches Produkt auch in Zukunft noch gebraucht wird.

          Thorsten Winter

          Wirtschaftsredakteur und Internetkoordinator in der Rhein-Main-Zeitung.

          Von 2020 an will das Unternehmen etwa 40 bis 45 Millionen Euro jährlich sparen. Angesichts neuer Geschäftszahlen passt Norma die Jahresprognose an – nach unten.

          Wie viele Stellen stehen nun in Maintal auf der Kippe? Gut 700 Arbeitsplätze zählt Norma am Stammsitz, an dem der SDax-Konzern erst kürzlich knapp 50 Stellen per Freiwilligenprogramm abgebaut hat. Bleibt es dabei? „Wir sind nicht an dem Punkt, über solche Zahlen zu reden“, sagt eine Sprecherin. Sie sagt auch: „Wir schließen zum jetzigen Zeitpunkt betriebsbedingte Kündigungen nicht aus.“

          Umsatz nur leicht gestiegen

          Norma starte nach acht Jahren des stetigen Wachstums nun Einzelprojekte, um das Ziel zu erreichen. Der Konzern habe jüngst Zukunftsprodukte auf den Markt gebracht. Dazu zählten Steckverbinder für Elektromotoren und Produkte gegen die Überhitzung von Batterien.

          Wie das Unternehmen am Mittwochmorgen mitteilt, macht ihm die schwache Nachfrage von Kraftfahrzeug-Herstellern zu schaffen. Das gelte besonders für Amerika. Dort habe es auch Streiks gegeben. Demnach ist in den ersten Monaten der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitrum nur um 2,6 Prozent auf knapp 839 Millionen Euro gestiegen. Davon gingen 1,6 Prozent auf das Konto eines Zukaufs, wie es heißt. Die Gewinnspanne sank von 16 auf 14,2 Prozent.

          Für das Gesamtjahr rechnet Norma nun mit einem Umsatzrückgang im Korridor von minus vier Prozent bis minus zwei Prozent gegenüber 2018. Bisher galt die Leitlinie minus ein bis plus ein Prozent. Im frühen Handel tendierte die Aktie zunächst gut behauptet, bevor sie leicht ins Minus gedreht ist.

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