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Nachhaltiges Modelabel Espero : Sweatshirts für ein besseres Leben im Stall

  • -Aktualisiert am

Gründer: Tim Weinel Bild: Espero

Der Gründer des Start-ups Espero handelt mit Bio-Textilien und spendet einen Teil des Gewinns an einen Tierschutzverein, wie er sagt. Er verbindet Ökonomie und Ökomode.

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          Die besten Kleidungsstücke sind aus Ökosicht jene, die man gar nicht erst kauft. Diesen Ratschlag hört man oft, wenn es um nachhaltigen Konsum geht. Auf der anderen Seite unterstützen die Kunden des Mode-Start-ups Espero mit teureren Einkäufen den Tier- und Artenschutz umso mehr. Denn sein Gründer Tim Weinel hat den Handel mit nachhaltiger Kleidung auch noch mit Spendenprojekten verknüpft.

          Espero ist ein Begriff aus der Plansprache Esperanto und bedeutet Hoffnung. Das fand der Gründer aus Gießen passend für sein Start-up, das nachhaltige Mode für Männer und Frauen anbietet. Denn Weinel will „Tier- und Artenschutz mit jedem Kleidungsstück“ praktizieren, wie er sagt. Im Zentrum seines Geschäfts soll der Tierschutz stehen.

          Auch für Plattform Ecozins unterwegs

          Dafür hat Tim Weinel all jene modischen Begleiter im Angebot, die unter die Rubrik „Casual“ einsortiert werden: Kapuzenpullover, Sweatshirts, Jogginghosen, Sportkleidung, in verschiedenen Farben lieferbar. Die Textilien selbst bestehen laut Weinel ausschließlich aus Biobaumwolle und Recycling-Polyester. Genäht werden die Stücke von der Textilmanufaktur „Stanley/Stella“, das Bedrucken und Vertreiben erledigt Weinel in Gießen selbst, obwohl er auch noch als Geschäftsführer für die Plattform Ecozins unterwegs ist, die per Crowdfunding Geldanlagen für nachhaltige Projekte vermittelt.

          Auch wenn nachhaltige Mode im Trend ist, ist es nicht Weinels wichtigstes Anliegen, möglichst viele Teile zu verkaufen, vielmehr solle eine Kleidung etwas verändern, wünscht er sich. Deshalb sucht er sich für seine Kollektionen Projektpartner, der neueste ist der gemeinnützige Tierschutzverein PROVIEH, der sich für eine artgerechte Tierhaltung in der Landwirtschaft einsetzt. 25 Prozent der Überschüsse aus dem Verkauf der neuen Kollektion namens „Respect“ sollen an die Organisation gespendet werden. Der Kunde erfährt beim Kauf, wie viel vom Preis als Spende weitergereicht wird, neben den Produktinformationen zum Pulli stehen stets auch welche zu den ausgewählten Projekten. PROVIEH werde das Geld für sein Ziel nutzen, „Tierwohlstandards zu erreichen, die die arteigenen Bedürfnisse eines jeden Tieres berücksichtigen“, sagt Weinel.

          Seitdem er im August 2020 mit seiner Espero-Website online gegangen ist, habe er über 1150 Euro an Spenden für verschiedene Tier- und Artenschutzprojekte weitergegeben. „Der durchschnittliche Spendenanteil pro Bestellung liegt bei rund sieben Euro“, sagt der 34 Jahre alte Weinel. Die Teile aus der jüngsten Kollektion kosten zwischen 34,90 Euro für ein T-Shirt oder ein Sport-Shirt und 54,90 für einen Hoodie oder ein Sweatshirt. Gewinn erwirtschaftet Weinel mit seinem Start-up noch nicht. „Aber ich arbeite kostendeckend“, sagt er. Das sei ihm wichtig gewesen, damit das Projekt langfristig erfolgreich sei.

          Zwei Waschbären aufgezogen

          Auf Fotos für seine jüngste Kollektion zeigt sich der Gießener Gründer mit dem großen Herz für Tiere mit einer kleinen Ziege. Sie ist nicht seine eigene, er hält zwei Katzen. Seit er eigenes Geld verdiene, kümmere er sich auch um Tiere. So habe er auch schon einmal zwei Waschbären aufgezogen, die ein befreundeter Landwirt entdeckt hatte. Danach habe Weinel sie in einer Wild-Auffangstation untergebracht. Wie das war? „Spannend“, lacht der Gründer.

          Sein Ziel ist es, „Espero“ als bekannte Marke zu etablieren. Denn Tim Weinel ist überzeugt: „Wenn ich ein Teil von Espero im Schrank habe, dann passiert etwas in der Welt.“ Er würde sich auch über Nachahmer seiner Geschäftsidee freuen, die sich den Gedanken zu eigen machen, mit dem Erlös aus ihrem Geschäft gleich ein Stück weit Gutes weiterzugeben.

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