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Neues Angebot des RMV : Eine Mischung aus Linienbus und Taxi

Auf Abruf: Der RMV will künftig bestellbare Kleinbusse in sein Angebot aufnehmen. Bild: dpa

Von Tür zu Tür zum Preis eines Bustickets – so wirbt der RMV für seinen neuen Fahrservice. Das Projekt soll als Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr fungieren. Unumstritten sind solche Angebote nicht.

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          Die S-Bahn um eine Minute verpasst oder lange Wege durch den Regen zur nächsten Haltestelle – glaubt man Knut Ringat, werden das Nahverkehrsnutzer bald nur noch als Anekdoten aus einer fernen Vergangenheit kennen. Denn der Geschäftsführer des Nahverkehrsverbundes RMV hat am Mittwoch den Start eines neuen Angebots angekündigt, das bislang den etwas sperrigen Namen „On-Demand-Mobilität für die Region Frankfurt/Rhein-Main“ trägt. Das Konzept: Per App oder auch Telefon sollen RMV-Kunden sich Sammeltaxis rufen können, die sie bis zur nächsten Haltestelle bringen – oder umgekehrt. Fahrgäste mit ähnlichen Routen sollen dann unterwegs zu- oder aussteigen. „Unsere Fahrgäste wollen nicht von Haltestelle zu Haltestelle, sondern von Tür zu Tür“, erläutert Ringat. Das Projekt soll dazu motivieren, das eigene Auto stehenzulassen und so Straßen und Umwelt zu entlasten. Gedacht sei es als Ergänzung zum bestehenden Nahverkehr. Das Angebot wird sowohl vom Bund als auch vom Land gefördert.

          Falk Heunemann

          Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Gebucht werden können die Sammeltaxis laut Plan über die bestehende RMV-App, auch in das Tarifsystem sollen sie eingebunden werden. Für das Angebot müssten Nutzer allerdings einen „Komfortzuschlag“ zahlen. Ringat sagte, er könne sich vorstellen, dass dieser für eine Entfernung von zwei bis drei Kilometern von der Haltestelle bis zur Haustür rund drei Euro betragen werde.

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