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Nach Verlust der IAA : Warum Frankfurt keine Modellstadt für Mobilität wird

So wurde die Automesse über Jahrzehnte zelebriert, Jungen und Männer berauschen sich an Lack und PS (1955) Bild: Klaus Meier-Ude F.A.Z. vom 26. September 1955

Den Verlust der Internationalen Automobilausstellung deuten einige Kommunalpolitiker zur Chance um: Rhein-Main könne nun Vorreiter für die Mobilität der Zukunft werden. Doch mehrere Gründe sprechen dagegen.

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          Das Beben, das Lissabon am 1. November 1755 erschütterte, war kurz und verheerend. Sechs Minuten lang wackelte der Grund, auf dem Portugals Hauptstadt stand, er zerstörte fast die gesamte Stadt. „Und nun?“ soll der damalige Regierungschef Sebastião de Mello gefragt haben. Seine Antwort: nach vorne schauen. Zukunftsplaner wurden eingeladen, die Stadt wurde völlig neu und großzügiger konzipiert, zum weltweiten Vorbild für viele andere Städte und zum Anziehungspunkt für Stadt­planer und Touristen, bis heute.

          Falk Heunemann

          Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Peter Feldmann (SPD) scheint sich in der Tradition von Sebastião de Mello zu sehen. Nur wenige Stunden nach dem Beben, das am Abend des 29. Januar in der Stadt zwar keine Menschenleben kostete, aber den Image- und Umsatzbringer Weltautomesse IAA, meldete sich der Oberbürgermeister zu Wort: „Wir schauen jetzt nach vorne.“ Die Stadt habe schon Schlimmeres verkraftet, sagte er geschockten Stadtverordneten, nun wolle man „Alternativen für eine Mobilitätsschau“ diskutieren.

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