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Neue Verkaufswege : Mode auf allen Kanälen

Täglich bei Tutto: Andrea Schütz zeigt, was neu eingetroffen ist. Tochter Cathrina fotografiert die Kollektion für Instagram. Bild: Sieber, Laila

In der Krise entdecken auch kleine Modehändler neue Verkaufswege – etwa Livestreams auf Youtube und Instagram. Noch wichtiger aber ist ihnen, dass sie bald wieder öffnen dürfen.

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          Dieser Januar hat es in sich. Ohnehin ist der erste Monat im Jahr, wenn das Weihnachtsgeschäft gelaufen ist, Konsumenten ihre Versicherungen bezahlen müssen und wenig Lust oder keine Reserve mehr haben, sich etwas Neues zum Anziehen zu kaufen, für den Mode-Einzelhandel eine schwierige Zeit. Wegen Corona ist die Situation noch angespannter als sonst. Seit sechs Wochen sind die Geschäfte geschlossen, und wenn sich der Lockdown über die bisher gesetzte Frist, den 15. Februar, hinaus hinzieht, „dann wird es dramatisch“, befürchtet Alexander Desch.

          Petra Kirchhoff

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Der Modehändler hat sich im vergangenen Sommer mit seiner Boutique Lemli Moden aus Frankfurt verabschiedet und zusammen mit seiner Frau in Bad Homburg das Modegeschäft Saint Germain übernommen. Hier versuchen die beiden mit dem Versenden von Fotos und regelmäßigen Wechseln von Kollektionen im Schaufenster vom Umsatz zu retten, was zu retten ist. Bestellungen dürfen nach den Lockdown-Regeln ja weiter an der Ladentür abgeholt werden. „Es geht auch ein bisschen was, aber nicht viel“, sagt Desch. Knapp ein Drittel der Winterware ist noch nicht verkauft – das sei aber vergleichsweise wenig. Zum Glück hätten er und seine Frau zum Start des neuen Geschäfts Mitte August vorsichtig geordert.

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