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Mehr Frauen steigen auf : Millionen für neue Meister

Gefördert: Aufstiegs-Bafög gibt es nicht nur für Angehörige gewerblich-technischer Berufe Bild: dpa

Auch Handwerker und Fachkräfte erhalten Bafög. Zuletzt ist ihre Zahl binnen Jahresfrist in Hessen gestiegen. Auffällig: Es bemühen sich deutlich mehr Frauen sich um das frühere „Meister-Bafög“.

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          Längst erhalten nicht nur Studenten staatliche Bafög-Gelder, sondern auch Handwerker und Fachkräfte. Und ihre Zahl steigt. 9595 Hessen haben im vergangenen Jahr diese staatliche Unterstützung erhalten, wie aus neuen Zahlen des Statistischen Landesamtes hervorgeht. Das seien fünf Prozent mehr als im Jahr zuvor. Insgesamt wurden 40,8 Millionen Euro bewilligt, knapp 60 Prozent davon allerdings nur als zinsgünstiges Darlehen, das in der Regel zurückzuzahlen ist.

          Falk Heunemann

          Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Der Anstieg habe vor allem daran gelegen, dass deutlich mehr Frauen sich um das frühere „Meister-Bafög“ bemüht haben, sie stellen nun knapp 40 Prozent der Empfänger. Am gefragtesten sei die Förderung einer Fortbildung zur Erzieherin oder zum Erzieher gewesen, danach folgen Industriemeister Metall, Kraftfahrzeugtechnikermeister und Elektrotechnikermeister. Die Mehrheit von ihnen absolvierte die Zusatzausbildung in Vollzeit.

          Das „Aufstiegs-Bafög“ für die Meisterausbildung können Fachkräfte mit abgeschlossener Berufsausbildung beantragen. Sie erhalten unter anderem einen Zuschuss zum Lebensunterhalt von monatlich 768 Euro für Alleinstehende und 1003 Euro für Verheiratete oder Verpartnerte. Je Kind erhöht sich der Beitrag um 235 Euro. Außerdem gibt es Zuschüsse zu den Gebühren von Prüfungen und Lehrgängen sowie für das Meisterstück. Meisterkurse kosten je nach Beruf und Umfang zwischen 4000 und 12000 Euro plus Prüfungsgebühren.

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