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Insolvenzverfahren : Maredo-Mitarbeiter warten seit März auf Geld

Mitarbeiter der Steakhaus-Kette Maredo haben laut Arbeitnehmervertreter und Gewerkschaft keine Lohnzahlungen erhalten. Bild: Maximilian von Lachner

Wochenlang haben Mitarbeiter der Steakhaus-Kette Maredo umsonst gearbeitet. Das sei eine bewusste Entscheidung, teilt die Geschäftsführung mit. Mit einer Nachzahlung sei nicht zu rechnen.

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          Die beiden Frankfurter Restaurants der Steakhaus-Kette Maredo überweisen ihren Mitarbeitern kein Gehalt mehr. Das zumindest behaupten Arbeitnehmervertreter und die zuständige Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten. Ihm seien für den Monat März nur 385 Euro überwiesen worden, berichtet etwa Tahir Mughal, Betriebsratsvorsitzender der Maredo-Filiale an der Fressgass’. „Das ist nur etwa ein Viertel des mir zustehenden Gehalts.“ Sein Bruder Asad habe gar kein Geld bekommen. Nach Angaben der Gewerkschaft sei auch für April noch keine Lohnzahlung erfolgt.

          Falk Heunemann

          Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Restaurantkette Maredo wird mittlerweile von einem Insolvenzverwalter geführt. Er bestätigte, dass Mitarbeiter für den Zeitraum vom 1. bis 18. März kein Geld erhalten haben. Eine Nachzahlung könne auch nicht zugesichert werden. „Es gab hierzu leider keine Alternative“, sagte Insolvenzverwalter Nikolaos Antoniadis. Die Vorgehensweise sei „bewusst gewählt“ worden, um den Verlust aller Arbeitsplätze zu vermeiden.

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