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Lüften im Winter : „Nur kein schlechtes Gewissen bei gekippten Fenstern“

Physik: Kalte, trockene Luft von außen nimmt viel Feuchte auf, wenn sie im Raum aufgewärmt wird. Bild: Saskia Stöhr

Der Energieexperte der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz fordert beim Lüften ein Umdenken im Kopf. Im Interview widerspricht Hans Weinreuter zudem vielen gängigen Ratschlägen zur Vermeidung von Schimmel in der Wohnung.

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          Herr Weinreuter, Lüften ist in diesem Winter bei weniger beheizten Räumen ein wichtiges Thema, weil viele Leute Schimmel befürchten. Heizung herunterdrehen und alle paar Stunden die Fenster in der Wohnung fünf bis zehn Minuten vollständig öffnen, also Stoßlüften, so lautet der gängige Rat. Sie sehen das anders, warum?

          Petra Kirchhoff
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Bloß kein Fenster kippen – das habe ich vor 15 Jahren auch gedacht. Aber ich bin von Haus aus Physiker und habe mich lange mit einem Energieberater und Experten ausgetauscht, der viele Untersuchungen zu dem Thema gemacht hat mit dem Ergebnis: Man muss das Thema differenzierter betrachten. Die pauschale Verteufelung von Kipplüftung ist kontraproduktiv.

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