https://www.faz.net/-gzg-aiixr

Lime-Chef Seyfi : „Wir Scooter-Verleiher sind der Sündenbock“

Verärgert: Jashar Seyfi, Geschäftsführer von Lime Deutschland, wünscht sich mehr Akzeptanz für E-Scooter. Bild: Marcus Kaufhold

Er verdient sein Geld mit E-Scootern – und ärgert sich gleichzeitig über sie. Jashar Seyfi ist der Deutschland-Chef von Lime. Im Gespräch erzählt er, was sich ändern muss, um E-Scooter beliebter zu machen.

          3 Min.

          Sie stehen auf Bürgersteigen, liegen auf Radwegen oder landen im Gebüsch: E-Scooter. Seit zweieinhalb Jahren sind sie aus dem Straßenbild vieler Städte nicht mehr wegzudenken. Doch viele Verkehrsteilnehmer ärgern sich über die elektrischen Tretroller, die dank des „Free-Floating-Prinzips“ an fast jedem Ort abgestellt werden können. In Frankfurt gibt es nach Angaben der Stadt etwa 6500 E-Scooter von Leihanbietern.

          Othmara Glas
          Volontärin

          Einer der größten Anbieter ist Lime. Eine „niedrige vierstellige“ Anzahl der weißen Roller mit dem Limettensymbol gibt es laut Deutschland-Chef Jashar Seyfi in Frankfurt. Mehr als 2,5 Millionen Fahrten seien seit Markteinführung 2019 elektrisch zurückgelegt worden, über vier Millionen Kilometer. „Das zeigt, wie hoch die Nachfrage ist.“ Doch auch Seyfi ärgert es, dass die Roller immer wieder quer auf Bürgersteigen oder sonst irgendwie im Weg liegen. „Das ist schlecht für das Image unserer Branche.“

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Umrüsten: Auch Berlin-Schöneberg braucht bald mehr Wärmepumpen.

          Quasi-Pflicht : Der teure Wärmepumpen-Hype

          Mit den neuen Heizungen soll alles besser werden – effizienter und grüner in jedem Fall. Doch viele Gebäude sind dafür überhaupt nicht geeignet. Was die Kosten des Heizens betrifft, warnen Fachleute vor einer bösen Überraschung.
          Pfarrer Bernhard Elser in einem seiner Youtube-Videos

          Der Querprediger : Ein Pfarrer auf Abwegen

          Ein Pfarrer in Baden-Württemberg vergleicht die Pandemie-Politik mit der Judenverfolgung. Die Gemeinde ist gespalten. Doch die Kirchenleitung scheut sich einzugreifen – kann sie den Konflikt nicht einfach aussitzen?