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Lieferdienst expandiert : Flaschenpost.de greift in Frankfurt an

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Flasche voll: Unternehmensgründer Dieter Büchl (rechts) und der Geschäftsführer Stephen Weich im Lager der Getränkelieferanten. Bild: Holde Schneider

Das Start-up Flaschenpost.de wächst weiter und beliefert künftig auch den Großraum Frankfurt. Das Programm des Unternehmens geht allerdings über den Namen hinaus – und enthält nicht nur Flaschen.

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          Das Unternehmen Flaschenpost.de liefert von morgen an auch im Großraum Frankfurt Mineralwasser, Bier und Eiswürfel nach Hause. Flaschenpost.de ist ein Start-up aus Münster, das mit eigener Logistik den traditionellen Getränkehändlern deutschlandweit Konkurrenz macht. Kunden können montags bis samstags zwischen 9 und 21 Uhr ihre Bestellung online aufgeben – nicht nur für Getränke, sondern auch für Putzmittel, Blumenerde und Toilettenpapier.

          Der neue Lieferdienst verspricht, innerhalb von zwei Stunden bis an die Haustür zu liefern oder per Vorbestellung für den nächsten Tag mit Wunschzeitfenster. Leergut wird mitgenommen. Die Preise bewegen sich nach Angaben des Unternehmens auf Supermarktniveau, eine Liefergebühr gibt es nicht, wenn der Kunde für mehr als 20 Euro einkauft.

          Das Konzept von Flaschenpost basiert ähnlich wie das von Mitbewerbern wie Durstexpress auf eigenen Lagerhallen, gekauft wird direkt beim Produzenten, womit der Zwischenhändler aus der Wertschöpfungskette fällt. 2014 gegründet, betreibt Flaschenpost.de inzwischen 18 Lagerstandorte und beliefert Kunden in mehr als 120 Städten.

          Intelligent geplante Touren

          Die schnelle Lieferung sei möglich aufgrund eines IT-Systems, das die Bestellungen zu intelligent geplanten Touren zusammenfasse und im Lager automatisiert vorbereite, heißt es. Der Stundenlohn der Fahrer liegt nach Angaben des Start-ups zwischen 10,50 und 14 Euro in der Stunde.

          Begonnen hatte das Start-up 2014 mit einer ersten Lagerhalle in Münster. Doch schon ein Jahr später wurde der Dienst wieder eingestellt. Es mangelte an Autos und ausgereifter Technik. 2016 startete der Lieferant abermals. Er beschäftigt inzwischen mehr als 2000 Mitarbeiter und peilt in diesem Jahr einen dreistelligen Millionen-Umsatz an.

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