https://www.faz.net/-gzg-a8yq3

Kampf gegen Geldwäsche : Datenplattform für den Finanzplatz Hessen

Mächtig, aber auch anfällig: der Finanzplatz Frankfurt Bild: dpa

Hessen arbeitet an einem großen Pool von Finanzinformationen. Der könnte zu einem wichtigen Instrument im Kampf gegen Geldwäsche, Steuerbetrug und Insidergeschäfte werden.

          2 Min.

          In Hessen nimmt der Aufbau einer Plattform für Finanzdaten konkrete Formen an. Eine vom hessischen Wirtschaftsministerium beauftragte Machbarkeitsstudie zur Umsetzung des europäischen Finanzdaten-Clusters zeigt nun, wie die Integration von Datensätzen auf einer Plattform umgesetzt werden kann. Kerngedanke dieses „Financial Data Clusters“ ist es, die Vielfalt bereits vorhandener Finanzdaten aus unterschiedlichen Quellen zusammen zu führen. Die daraus gewonnenen Informationen sollen zum Beispiel dazu genutzt werden, um Risiken für Finanzinstitute besser zu berechnen oder um Geldwäsche, Steuerbetrug und Insidergeschäfte zu verhindern. Zudem sollen mithilfe der Daten neue Geschäftsmodelle für Unternehmen entwickelt werden.

          Daniel Schleidt

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Die Grünen) sagte bei der Vorstellung der Studie am Mittwoch, die Daten der Finanzwirtschaft sollten künftig rechtssicher und organisationsübergreifend so gebündelt werden, dass die individuelle Datensouveränität erhalten bleibe. Es handle sich bei dem Cluster also nicht um eine Sammelstelle für Daten, vielmehr wolle man eine dezentrale Struktur aufbauen, sagte Martin Hellmich, Partner der Unternehmensberatung Deloitte, die für die Machbarkeitsstudie verantwortlich ist. Hellmich erinnerte daran, dass die Finanzmarktstabilität Teil des öffentlichen Interesses sei. Die Datenplattform sei in der Lage, zahlreiche Risiken in der Branche zu minimieren.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            Sonntagszeitung plus

          F.A.Z. PLUS:

            F.A.Z. digital

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Im rheinland-pfälzischen Wissen wird Fichtenholz zum Transport nach China in Überseecontainer verladen.

          Zunehmende Knappheit : Panik am Holzmarkt

          Auf Baustellen wird das Holz knapp. Sägewerke kommen nicht mehr nach, Amerikaner zahlen das Dreifache – und das „Käferholz“ wandert containerweise nach China. Klar ist nur eins: Bauen wird teurer.
          Blaulichtfahrten seien das Privileg des Politikers, hat Markus Söder sinngemäß einmal gesagt.

          Kanzlerkandidatur : Die Wette auf Söder

          Der bayerische Ministerpräsident hat die CSU fest im Griff, deshalb redet keiner öffentlich über die K-Frage. Aber viele glauben, dass es ihren Vorsitzenden nach Berlin zieht.