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Verbraucher : Land geht gegen Wasserpreise der Mainova vor

Sollte die Mainova ihre Preise senken müssen, wird sie 25,8 Millionen Euro im Jahr weniger erlösen. Bild: Kai Nedden

Das Wirtschaftsministerium hat ein Kartellverfahren gegen die Mainova AG eingeleitet, weil es deren Wasserpreise für überhöht hält. Die Mainova teilte mit, die Wasserpreise seien seit 2002 konstant, zum Beispiel in Wiesbaden seien sie weitaus höher.

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          Das hessische Wirtschaftsministerium hat ein Kartellverfahren gegen die Mainova AG eingeleitet, weil es deren Wasserpreise für überhöht hält. Wie das Frankfurter Versorgungsunternehmen gestern mitteilte, hat das Ministerium in seiner Funktion als Landeskartellbehörde wissen lassen, es beabsichtige eine Missbrauchsverfügung zu erlassen, und zwar rückwirkend für die Zeit vom 1. Juli 2005 an.

          Manfred Köhler

          Stellvertretender Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und verantwortlicher Redakteur des Wirtschaftsmagazins Metropol.

          Der hessische Wirtschaftsminister Alois Rhiel (CDU) hat seit längerem eine Reihe von Regionalversorgern unter Verdacht, sie würden ihre Monopolstellung ausnutzen, indem sie überhöhte Wasserpreise verlangen. Die Enwag in Wetzlar wurde bereits zur Senkung ihrer Preise gezwungen. Die Mainova teilte mit, sie werde sich rechtlich gegen das Vorgehen Rhiels zur Wehr setzen. Die Wasserpreise seien seit 2002 konstant, anderswo, zum Beispiel in Wiesbaden, seien sie weitaus höher.

          Sollte die Mainova tatsächlich ihre Preise senken müssen, werde dies zu einer Senkung der Umsatzerlöse um 25,8 Millionen Euro im Jahr führen. Im vergangenen Jahr hatte die Mainova mit Wasser Umsätze in Höhe von 82,6 Millionen Euro erwirtschaftet.

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