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Labor Frankfurt : Zukunftslösungen aus der Mainmetropole

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Startbahn in die Zukunft: Im Inno-Lab am Flughafen Bild: Fraport AG

Frankfurt ist nicht nur ein Knotenpunkt für den heutigen Verkehr aller Art. In der Mainmetropole wird auch an Zukunftslösungen getüftelt. Wie das aussieht: fünf Beispiele.

          6 Min.

          Startbahn für Ideen

          Auf dieser Landebahn wird kein Flugzeug abheben, so viel ist sicher. Aber vielleicht lässt die ungewöhnliche Rollbahn andere Starts zu: zum Beispiel für neue Projektideen, die mit Drohnen oder autonomen Autos zu tun haben. Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport hat vor wenigen Monaten am Terminal 2 des größten deutschen Airports ein Innovationslabor eröffnet, und das Zimmer mit der Startbahn ist einer von 13 Kreativräumen, in denen Mitarbeiter des Unternehmens neue Ideen entwickeln sollen. Für ein Dienstleistungsunternehmen, das keine eigene Forschungsabteilung unterhält, ist der Inno-Hub, wie er genannt wird, keine Selbstverständlichkeit. Im Sommer 2017 startete Fraport mit einem ersten Versuch, etwas abgelegen, improvisiert, auf 200 Quadratmetern. Dass man jetzt zwei Jahre später am Terminal 2 und damit nahe dran am Publikumsverkehr an neuen Projekten arbeitet, ist ein Fortschritt.

          Für Fraport sei der Inno-Hub ein Ort, um in dem Konzern mit seinen komplexen Strukturen über den Tellerrand des täglichen Tuns hinauszuschauen, sagt Kerstin Bitterer, Leiterin des Ideen- und Innovationsmanagements des Flughafenbetreibers. Dieses freie Denken sei wichtig, um Ideen zu fördern. Dabei treffen sich in den Workshops des Ideenlabors nicht nur Mitarbeiter aus unterschiedlichen Abteilungen des Unternehmens – auch Wissenschaftler und Ideengeber von außen kommen häufig hinzu. Ob es ein neuer Beschaffungsprozess innerhalb des Konzerns ist, der Vorschlag zum Einsatz mobiler Reinigungsroboter oder die Idee, künftig Drohnen am Flughafen einzusetzen: Ungewöhnlichen Ideen sollen keine Grenzen gesetzt werden. Dabei sei es wichtig, dass der Inno-Hub sowohl von den Mitarbeitern – die Vorschläge für neue Projekte und Workshops kommen aus den Abteilungen – als auch von der Unternehmensführung unterstützt wird. Das scheint der Fall zu sein, wie Bitterer sagt: „Die Auslastung unseres Hubs ist wirklich gut.“ (ddt.)

          Fahrerlos: Bus auf dem Continental-Werksgelände in Frankfurt
          Fahrerlos: Bus auf dem Continental-Werksgelände in Frankfurt : Bild: Helmut Fricke

          Fahrerlos in Frankfurt

          Reges Kommen und Gehen auf dem Zebrastreifen. Wie an einer Perlenkette aufgezogen, queren Frauen und Männer wie vorgesehen an dieser Stelle die Straße. Ein Kleinbus mit vier kleinen Augen und einer auffallend großen Frontscheibe rollt dennoch auf sie zu, ohne nennenswert an Fahrt zu verlieren. Zumindest scheinbar. Und dann sehen die Fußgänger auch noch: Im Bus sitzt niemand am Steuer. Doch zum befürchteten Unfall kommt es nicht, denn dieses Cube genannte Gefährt braucht niemanden am Steuer. Es fährt ohne Fahrer und ist im Wortsinne automobil. Diese Eigenschaft verdankt es unter anderem den Radarsensoren des Autozulieferers Continental aus Frankfurt-Rödelheim.

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