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Kreditinstitute : Frankfurter Volksbank meldet Rekordergebnis und schafft Stellen

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Bild: F.A.Z.

Abermals hat die Frankfurter Volksbank ihr Ergebnis steigern können: um fast 15 Prozent. Doch das ist nicht die einzige gute Nachricht. Die Bank sucht auch wieder Mitarbeiter, vor allem Kundenberater.

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          Die Frankfurter Volksbank hat auch im vergangenen Jahr ihr Ergebnis steigern können. Der Gewinn nach Steuern hat sich um fast 15 Prozent auf 36,2 Millionen Euro erhöht, wie der Vorstandsvorsitzende Hans-Joachim Tonnellier berichtete.

          Auch 2004 war der Gewinn in etwa dieser Höhe gestiegen. Alles in allem konnte Tonnellier damit zum fünftenmal in Folge ein Rekordergebnis melden. „Die Frankfurter Volksbank befindet sich in bester Verfassung“, äußerte der Vorstandsvorsitzende. Dies werde auch durch das Rating des Bundesverbandes der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken bestätigt, bei dem das Frankfurter Kreditinstitut ein „A+“ erhalten habe. Das ist die beste Note, die der Verband vergibt.

          Gespräche mit weiteren Volksbanken

          Tonnellier berichtete weiter, daß die im Februar vergangenen Jahres angekündigte Fusion mit der Volksbank Egelsbach, die eine Bilanzsumme von 59 Millionen Euro habe, auf gutem Wege sei. Die endgültige Genehmigung werde von der Vertreterversammlung der Frankfurter Volksbank im April erwartet. Es wäre dies die zwölfte Fusion mit einer Volksbank seit der ersten 1998.

          Das alte Volksbank-Gebäude wird abgerissen: Bis 2008 soll ein Neubau entstehen

          Tonnellier berichtete von Gesprächen mit weiteren Volksbanken, ohne aber Namen zu nennen. Darüber hinaus, so der Vorstandsvorsitzende, stärke der Gewinn des vergangenen Jahres die Substanz des Hauses und „vermag uns in der Zukunft vielleicht auch strategische Entscheidungen erlauben, an die heute noch niemand denkt“. Gefragt, wie er zu den in den vergangenen Tagen diskutierten Fusionen von Volksbanken und Sparkassen stehe, bekräftigte Tonnellier, dies sei derzeit nicht aktuell.

          Taunus-Sparkasse: ein Wunsch-Fusionspartner

          Die Novelle des Sparkassengesetzes, wie sie die Landesregierung plane, sei zwar ein Schritt in die richtige Richtung, aber ein zu kleiner Schritt. Die Landesregierung will lediglich die Fusionen von Sparkassen untereinander erleichtern. Sollte es je möglich sein, dann wäre die Taunus-Sparkasse ein Kreditinstitut, um das sich die Frankfurter Volksbank bemühen würde, fügte Tonnellier an.

          Er hob hervor, nicht weniger wichtig als eine weitere Konsolidierung der Bankenwelt wäre es, darauf zu dringen, daß die Sparkassen Gewinne erwirtschafteten und auch ausschütteten. „Das würde die Wettbewerbssituation sehr entspannen.“

          „Pleitewelle ebbt ab“

          Im einzelnen konnte die Frankfurter Volksbank einen leichten Rückgang beim Zinsüberschuß durch einen Anstieg des Provisionsergebnisses und Kostensenkungen ausgleichen. Die sonstigen Erträge sanken, weil wegen des Umbaus des Gebäudes an der Börsenstraße mit der Hausnummer 7 bis 11 (zwischen dem Sitz des Kreditinstituts an der Ecke zur Freßgass' und dem Parkhaus Börse) Mieteinnahmen wegfielen.

          Zur besseren Ergebnisentwicklung hat vor allem der Rückgang des Risikovorsorgebedarfs um 31 Prozent geführt. Die Pleitewelle ebbe ab, äußerte Tonnellier. Als außerordentlichen Ertrag verbuchte das Haus 70,2 Millionen Euro aus der Einbringung eines großen Teils der DZ-Bank-Aktien in zwei genossenschaftliche Holdings. Wird dies hinzugerechnet, betrug der Gewinn nach Steuern 104,5 Millionen Euro. Die Dividende soll wie im Vorjahr sechs Prozent betragen.

          Gesucht: Kundenberater

          Die Zahl der Mitarbeiter hat die Volksbank um etwa 70 auf 1299 verringert, die Zahl der Filialen um fünf auf 81. Tonnellier berichtete, derzeit würden wieder Mitarbeiter gesucht, vor allem zehn Kundenberater. Dabei sei die Bank auch an älteren Bewerbern interessiert. Für dieses Jahr erwarte er einen Gewinn mindestens in gleicher Höhe. „Da wir in den letzten acht Jahren offensichtlich einiges richtig gemacht haben, wird es keinen grundsätzlichen Strategiewechsel geben.“

          Das Gebäude Börsenstraße 7 bis 11 werde voraussichtlich im Mai bezogen und künftig als Zentrale genutzt. Spätestens Anfang 2007 solle dann das Eckhaus zur Freßgass' abgerissen und bis 2008 durch einen Neubau ersetzt werden. Tonnellier berichtete, schon jetzt gebe es rege Nachfrage nach den Räumen, vor allem vom Einzelhandel.

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