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Trotz Pandemie : Krankenstand auf Rekordtief

Hygienemaßnahmen sei dank: Magen-Darm- und Atemwegserkrankungen wurden durch die Corona-Maßnahmen eingedämmt. Bild: dpa

Die Pandemie mit Homeoffice und Hygieneregeln sorgt für deutlich weniger Infekte. Fehltage bei der Arbeit haben in Rhein-Main derzeit andere Gründe.

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          Maskenpflicht auf den Fluren, Abstand in der Teeküche und Desinfektionsstationen vor jeder Tür. Diejenigen, die im ersten Halbjahr dieses Jahres zur Arbeit überhaupt in die Büros gekommen sind, hatten auch dort kaum Kontakt mit ihren Kollegen. Schließlich war die meiste Zeit mindestens die Hälfte der Belegschaften zu Hause. Das hat dazu geführt, dass die hessischen Beschäftigten im ersten Halbjahr 2021 so selten krank waren wie lange nicht. Nach Erhebungen der Krankenkasse DAK-Gesundheit war der Krankenstand so niedrig wie seit zwölf Jahren nicht mehr. Er ist in Hessen insgesamt um 0,5 Prozentpunkte zurückgegangen und liegt mit 3,7 Prozent auf Bundesniveau. Das bedeutet, dass an jedem Tag durchschnittlich 37 von 1000 hessischen Beschäftigten krankgeschrieben waren. Insgesamt hatten die Beschäftigten im ersten Halbjahr 13 Prozent weniger Fehltage als im Vorjahreszeitraum.

          Patricia Andreae
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Besonders deutlich ist der Rückgang bei Berufen, die verstärkt ins Homeoffice abgewandert sind. So hatten Beschäftigte in der Unternehmensführung und -organisation sowie in Recht und Verwaltung durchschnittlich ein Viertel weniger Fehltage als im ersten Halbjahr 2021. „Homeoffice und verstärkte Hygienemaßnahmen schützen nicht nur vor Corona, auch gewöhnliche Erkältungserreger werden seltener übertragen“, sagt Sötkin Geitner, Leiterin der DAK-Landesvertretung Hessen. Der historisch niedrige Krankenstand hänge mit dem „massiven Rückgang von Atemwegserkrankungen zusammen – minus 66 Prozent“.

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