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Start-up-Barometer : Investoren scheuen Gründer aus Hessen

212 Millionen Euro für E-Roller: Der Berliner E-Scooter-Anbieter Tier verzeichnete 2020 eine der größten Finanzspritzen aller deutschen Start-ups Bild: dpa

In der Coronakrise sind Risikoinvestoren offenbar knausriger geworden. Zugleich setzen sich zwei Bundesländer immer weiter als Start-up-Zentren ab. Hessen dagegen fällt weiter zurück.

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          Die Coronakrise hat es hessischen Gründern offenbar stärker als Start-ups in anderen Regionen erschwert, Geldgeber zu finden. Erstmals seit fünf Jahren haben Investoren weniger Risikokapital als im Vorjahr zur Verfügung gestellt, wie das aktuelle Start-up-Barometer der Unternehmensberatung EY zeigt. Zwar gab es bundesweit mehr Finanzierungsrunden, die investierten Summen jedoch waren messbar kleiner. Hessische Jungunternehmer allerdings waren von diesem Rückgang stärker betroffen als Gründer in anderen Bundesländern.

          Falk Heunemann

          Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Bundesweit sank der Gesamtwert der Investitionen im Jahr 2020 um 15 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro, die Zahl der Investitionen stieg leicht auf 743. Doch dabei wurden nur insgesamt 43 Millionen Euro in Start-ups aus Hessen investiert, ein Minus von mehr als 40 Prozent. Einen stärkeren Einbruch verzeichnete laut dem EY-Vergleich nur der Standort Hamburg. Auch bei der Zahl der Finanzierungsrunden, also wie viele Jungunternehmen Investoren von sich überzeugen konnten, verlor Hessen weiter den Anschluss an die Spitze. Nur noch 23 Deals zählte EY im vergangenen Jahr, also ein Drittel weniger als 2019. Sachsen kam auf 29, Berlin auf 314.

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