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Interview : „Mae B. hat uns nicht geschadet“

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Führt seit 1995 den ersten Frauen-Sexshop in Frankfurt: Sandra Maravolo Bild: Eichborn Verlag

Neun Jahre lang war Sandra Maravolo mit ihrem Frauen-Sexshop „Inside her“ in Frankfurt praktisch konkurrenzlos. Bis Mae B. auftrat. Doch die Tochter von Beate Uhse räumt bald wieder das Feld. Nicht unbedingt zur Freude von Maravolo, wie sie sagt.

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          Neun Jahre lang war Sandra Maravolo mit ihrem Frauen-Sexshop „Inside her“ in Frankfurt praktisch konkurrenzlos. Bis Mae B. auftrat. Doch die Tochter von Beate Uhse räumt bald wieder das Feld. Nicht unbedingt zur Freude von Maravolo, wie sie im folgenden Interview sagt.

          Mae B., der Frauen-Sexshop von Beate Uhse bei Karstadt auf der Zeil und Konkurrent von Ihnen, schließt. Freut Sie das?

          Kann ich so nicht sagen. Denn als Mae B. auf den Markt kam, wurde das gesamte Thema Frauen-Erotik gepusht. Meinem Geschäft „Inside her“ hat Mae B. nicht geschadet.

          Sind ihre Umsätze durch die 2004 eingeführte Konkurrenz gestiegen?

          Ja. Wir hatten zwar anfangs einige Bedenken, weil Karstadt auf der Zeil nur ein paar Fußminuten von uns entfernt liegt. Aber tatsächlich hat in diesem Fall die Konkurrenz das Geschäft belebt.

          Wie erklären Sie sich das?

          Uns hat sicher auch geholfen, dass sich durch die Fernsehserie „Sex and the City“ bei Frauen im Umgang mit dem Thema viel geändert hat. Frauen und Mädchen haben sich mehr über Sexualität und Sex-Spielzeug und Hilfsmittel unterhalten. In diese Kerbe hat ja auch die Beate Uhse AG mit dem Mae B.-Konzept gehauen.

          Sie sind mit „Inside her“ seit elf Jahren am Markt. Wie haben sich in dieser Zeit die Umsätze entwickelt?

          Die Umsätze haben sich seitdem mit Sicherheit verdreifacht.

          Und wie ist 2006 gelaufen?

          Wir haben ein Plus von vier Prozent erzielt.

          Sind Sie damit zufrieden?

          Nein - das liegt aber daran, dass das Wachstum zuvor meist bei 20 Prozent oder so gelegen hatte. Da denkt man sich: Schade, dass es nicht so weitergeht. Im Grunde sind vier Prozent aber ganz gut. Und für dieses Jahr erwarte ich einen Zuwachs von fünf Prozent. Dann wäre ich glücklich.

          Verraten Sie, wie hoch ihr jüngster Jahresumsatz war?

          Knapp 400.000 Euro.

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