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Industriepark Griesheim : Genehmigungsverfahren für lange erhofftes Reservekraftwerk

Aufnahmefähig: Die Infrastruktur des Industrieparks Griesheim ist nicht ausgelastet - auch deshalb kämen die zwei möglichen Neuzugänge gerade recht Bild: Wolfgang Eilmes

Seit Jahren geht die Zahl der Mitarbeiter im Industriepark Griesheim in Frankfurt zurück. Auch gibt es dort nur noch wenige größere Betriebe. Nun aber nimmt eine große Neuansiedlung Gestalt an.

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          Seit Jahren ist vom Bau eines Reservekraftwerks im Industriepark Griesheim die Rede. Das Großvorhaben hat nun eine wichtige Hürde genommen. Das Regierungspräsidium Darmstadt hat das immissionsrechtliche Genehmigungsverfahren gestartet.

          Thorsten Winter

          Wirtschaftsredakteur und Internetkoordinator in der Rhein-Main-Zeitung.

          Demnach plant das Unternehmen PQ Energy an dem früheren Hoechst-Standort ein Kraftwerk mit einer Höchst-Feuerwärmeleistung von 928 Megawatt. Die elektrische Leistung betrage 335 Megawatt. Das Kraftwerk soll dereinst dazu dienen, das Stromnetz zu stabilisieren, wenn andere Energiequelle schwächeln. Betrieben werden solle es mit Erdgas oder Heizöl.

          Unterlagen in Frankfurt einzusehen

          Das Regierungspräsidium wird nach eigenen Angaben die Umweltverträglichkeitsprüfung vornehmen. Die Planungsunterlagen werden vom 14. Januar bis 13. Februar in der RP-Abteilung Arbeitsschutz und Umwelt in Frankfurt ausgelegt. Einwendungen können demnach bis zum 13. März vorgetragen werden. Erörtert werden sollen sie laut Behörde dann am 5. April.

          „Bei der Anlage handelt es sich um ein Kraftwerk, das nur dann eingesetzt wird, wenn wegen des überraschenden Ausfalls anderer Kraftwerkskapazitäten die Stabilität der Stromversorgung im Übertragungsnetz gefährdet ist oder gar bereits ein Stromausfall stattgefunden hat“, hebt das RP hervor. Das Kraftwerk diene dann entweder der Stabilisierung der Netze oder dem sogenannten Schwarzstart; in einem solchen Fall wird ein Kraftwerk ohne Stromversorgung angefahren. Zu diesem Zweck sind Dieselaggregate vorgesehen.

          Für den Industriepark Griesheim wäre die Neuansiedlung ein großer Erfolg. Der Standort hat einen erheblichen Aderlass hinter sich. Arbeiteten 1990 noch 2700 Beschäftigte auf dem ehemaligen Hoechst-Gelände, sind es nun weniger als 350. Größter Betrieb ist eine Anlage der Chemiefirma Weylchem, die dort Vorprodukte für Pflanzenschutzmittel herstellt.

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