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Energiekosten : Industrie stöhnt über Gasumlage – und rüstet bereits um

Wie der Stahl gehärtet wird: Der Schellen-Hersteller Norma setzt Erdgas zur Metallhärtung ein, die Gasumlage wird ihn 75.000 Euro pro Quartal kosten. Bild: Rainer Wohlfahrt

Viele Industriebetriebe haben längst ­begonnen, auf alternative Energieträger ­umzurüsten – für die zumindest die neue Gasumlage nicht erhoben wird.

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          Es geht hitzig zu bei Samson im Frankfurter Osten. 80 Grad heiß müssen die Chemiebäder sein, in die Industrieventile des Herstellers getaucht werden, um sämtlichen Schmutz und Fett zu entfernen. Anschließend wird der Korrosionsschutz in der Lackierung bei 100 Grad aufgetragen. Und dann wird die Oberfläche noch getrocknet, ebenfalls bei 100 Grad Celsius.

          Falk Heunemann
          Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Um so viel Wärme generieren zu können, hatte das Unternehmen vor einigen Jahren extra ein eigenes Blockheizkraftwerk auf dem Betriebsgelände im Frankfurter Osten errichtet. Es wird mit Erdgas betrieben. „Wir dachten, wir hätten uns zukunftssicher aufgestellt“, sagt Samson-Chef Andreas Widl. „Und nun haben wir die Kostenexplosion.“

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