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Wiesbadener Innenstadt : Reich und schön ist nicht genug

  • -Aktualisiert am

Historische Fassaden, hippe Lokale und alteingesessene Geschäfte: In der Langgasse scheint die Welt in Ordnung zu sein. Bild: Oliver Rüther

Die Innenstadt von Wiesbaden ist ein Besuchermagnet. Aber die Geschäfte gehen schlechter. Deshalb müssen nun zügig einige Weichen gestellt werden, damit die Stadt nach der Pandemie wieder durchstarten kann.

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          Die Bastlerquelle Stiefvater ist wie ein kleines Wunderland. Mit ferngesteuerten Autos, Dampfmaschinen, Modellbausätzen, Eisenbahnen und Bastelutensilien von der Feder bis zum Lehmklumpen lockt das Traditionsgeschäft in Wiesbaden seit mehr als 80 Jahren die Kundschaft. Damit ist das Geschäft ein Musterbeispiel für den inhabergeführten Einzelhandel, der das Zentrum der Landeshauptstadt zum Anziehungspunkt gemacht hat und bis heute Passanten und Käufer aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet und weit darüber hinaus anlockt. Nach zwei Corona-Jahren mit wochenlangem Stillstand geht es wieder geschäftig zu in den Gassen und Straßen, Einheimische und Gäste schätzen die Mischung aus Gastronomie, Einzelhandel und Kultur, die sich in Wiesbaden über viele Gassen und Straßen erstreckt.

          Aber diese Geschäftigkeit ist kein Selbstläufer, sie war es schon vor der Corona-Pandemie nicht, und seitdem haben sich die bekannten Trends - die Liebe der Verbraucher zu Onlinehandel und Lieferdiensten, das Nachwuchsproblem im Einzelhandel, der Konkurrenzdruck durch internationale Filialisten - noch verstärkt. Aber die Wiesbadener waren immer stolz auf ihre Innenstadt, und sie haben die Herausforderung angenommen: Die Stadtgesellschaft feilt an Lösungen, damit das "Nizza des Nordens" seine Leuchtturmfunktion behält und der Handel weiterhin seinen Teil dazu beitragen kann.

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