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Kaufprämien für Autos : IG Metall wirft Bouffier Untätigkeit vor

Appell an die Regierung: Jörg Köhlinger wünscht sich, dass das Land Hessen seinen Fokus mehr auf die Autoindustrie richtet (Archivbild). Bild: dpa

Kaufprämien für Autos retten Arbeitsplätze, davon ist zumindest die Gewerkschaft IG Metall In Hessen überzeugt. Sie fordert das Land auf, sich beim Bund dafür stark zu machen.

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           Bevor am 2. Juni der Bund womöglich über Staatssubventionen für Autokäufe entscheidet, sollte auch Hessen sich für eine Kaufprämie einsetzen, fordert die Gewerkschaft IG Metall. Bislang hätten sich nur Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen dafür ausgesprochen, sagte Jörg Köhlinger, IG-Metall-Chef für den Bezirk Mitte, zu dem Hessen gehört.

          Falk Heunemann

          Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          In dem Bezirk, zu dem auch Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen zählen, sei jeder zweite Arbeitsplatz direkt oder indirekt von der Automobilindustrie abhängig sagte Köhlinger bei einer Veranstaltung im VW-Werk im hessischen Baunatal mit 17. 000 Beschäftigten.

          Höher sei die Quote nur in Niedersachsen. "Ich würde wünschen, wenn das Land Hessen seinen Fokus mehr auf die Autoindustrie richten würde", sagte Köhlinger in die Richtung der von Volker Bouffier (CDU) geführten Landesregierung. "Ich verstehe nicht, warum die Landesregierung das nicht selbstbewusster einfordert."  

          Die Gewerkschaft spricht sich für eine "Umweltprämie" von 6000 für Neufahrzeuge aus, wobei jeweils die Hälfte vom Staat und von den Herstellern gezahlt werden sollen. Sie solle nicht nur für reine Elektroautos gezahlt werden, sagte Köhlinger. Diese hätten eine Lieferzeit von mehreren Monaten bis zu einem Jahr. Die Prämie solle es auch für Benziner und Diesel geben, die die Abgasnorm Euro 6d erfüllen.

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