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IG Metall geht auf die Straße : „Argumente von kolossaler Schlichtheit“

Jörg Köhlinger leitet den IG-Metall-Bezirk Mitte mit 306.000 Mitgliedern in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Thüringen. Bild: Maximilian von Lachner

Am 29. Oktober wollen Gewerkschafter der IG Metall bundesweit ihre Forderungen an die nächste Bundesregierung öffentlich machen. Nötig sei vor allem mehr Mitbestimmung, sagt der hessische IG-Metall-Bezirksleiter Jörg Köhlinger im Interview.

          6 Min.

          Warum geht die IG Metall am 29. Oktober auf die Straße?

          Falk Heunemann
          Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Wir haben den Termin mit Bedacht gewählt, so kurz vor den Koalitionsverhandlungen. Ihr Ausgang ist für uns von entscheidender Bedeutung. Es geht um die Zukunft. Es geht darum, ob Industriestrukturen in Deutschland nachhaltig erhalten werden, und damit Arbeitsplätze und Zukunftschancen der Beschäftigten.

          Aber warum machen Sie nun Druck?

          Die Transformation geht viel schneller, als man das für möglich gehalten hat. Vor nur sechs Jahren wurde der Dieselskandal bei VW als Auslöser erst so richtig offengelegt. Niemand hat es zu dem Zeitpunkt für möglich gehalten, dass wir sechs Jahre später in einer Situation sind, wo alle deutschen Automobilhersteller angekündigt haben, früher in die Elektromobilität ein- und aus der Verbrennertechnologie auszusteigen. Und wir sehen, dass der Druck durch die Klimakrise deutlich größer geworden ist.

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