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Hyundai-Deutschlandchef Keller : „Wir haben bei E-Autos geliefert, jetzt ist der Staat dran“

Von Rüsselsheim nach Offenbach: Jürgen Keller, Deutschlandchef von Hyundai, war zuvor Opel-Manager. Bild: Hyundai Deutschland

Hyundai profitiert stärker vom Elektroboom als andere Autohersteller. Deutschlandchef Jürgen Keller erklärt die Gründe – und warum die Südkoreaner ihre ­Zentrale in Offenbach haben.

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          Die 1967 gegründete Hyundai Motor Company, die zunächst Ford-Modelle und später eigene Fahrzeuge herstellte, kam im Jahr 1991 auf den deutschen Markt, damals noch durch selbständige Importeure. Als der Konzern dann Vertrieb und Vermarktung an sich zog, richtete er 2006 seine Europa- und später auch die Deutschland-Zentrale am Kaiserlei zwischen Frankfurt und Offenbach ein. Seit 2019 führt Jürgen Keller die Geschäfte von Hyundai Deutschland. Der heute 55 Jahre alte Wirtschaftsingenieur, der in Darmstadt studiert hat, kam von Opel, wo er als Deutschlandchef tätig war.

          Falk Heunemann
          Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Allein in der Rhein-Main-Region beschäftigt Hyundai rund 1400 Mitarbeiter. Neben der Deutschland- und Europa-Zentrale in Offenbach mit insgesamt 555 Stellen in mehreren Geschäftsbereichen unterhält Hyundai in Rüsselsheim ein eigenes Entwicklungszentrum mit 310 Mitarbeitern, die die südkoreanischen Modelle für den europäischen Markt anpassen. In Frankfurt ist das Büro der konzerneigenen Autobank und der hauseigenen Werbeagentur Innocean angesiedelt, in Eschborn ist die Zentrale der Zuliefertochter Mobis mit 350 Beschäftigten zu finden. Dazu kommen 40 Händler- und Servicestandorte in der Region.

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