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Hessen : Unternehmen wollen 50.000 Stellen schaffen

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Auch Opel stockt nach einer Durststrecke wieder die Belegschaft in Rüsselsheim auf Bild: dpa

Die hessische Wirtschaft will dank des Aufschwungs auch in diesem Jahr rund 50.000 neue Stellen schaffen - das wären in etwa so viele wie 2007. Der Schwung werde vor allem aus dem Dienstleistungssektor kommen.

          Die hessische Wirtschaft will dank des Aufschwungs auch in diesem Jahr rund 50.000 neue Stellen schaffen - das wären in etwa so viele wie 2007. „Wir haben per Saldo einen Beschäftigungsaufbau zu erwarten“, sagte der Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU), Volker Fasbender, bei einem Redaktionsgespräch mit der Deutschen Presse- Agentur in Frankfurt. „Nicht in den Größenordnungen wie im letzten Jahr, aber es gibt immer noch einen Nachlauf.“ Der Schwung werde vor allem aus dem Dienstleistungssektor kommen, während sich der Stellenaufbau in der Industrie abschwächen werde.

          Die gute Konjunktur hatte im vergangenen Jahr in Hessen so viele Menschen in Beschäftigung gebracht wie nie zuvor: Die Zahl der Erwerbstätigen stieg nach Angaben des Statistischen Landesamtes im Vergleich zu 2006 um 54.800 auf rund 3,1 Millionen.

          Unternehmen wettbewerbsfähiger geworden

          Die Wirtschaft werde auch in diesem Jahr weiter wachsen, sagte Fasbender: „2008 ist immer noch ein gutes Jahr, aber längst nicht mehr mit den Zuwachsraten der Vergangenheit.“ Die Unternehmen seien wettbewerbsfähiger geworden. „Das zeigt deutliche Früchte.“ Auch die Arbeitnehmer hätten mit moderaten Lohnabschlüssen Verzicht geleistet. Zudem profitiere die exportorientierte deutsche Wirtschaft von der boomenden Nachfrage aus den Schwellenländern.

          Fasbender zeigte sich daher optimistisch für die weitere Wirtschaftsentwicklung. Deutschland werde für Jahrzehnte Schub für eine gute Konjunktur haben: „Ich sehe die deutliche Chance, dass wir in Deutschland mit unserer Wirtschaft so wie in den letzten Jahren ganz oben auf der Welle surfen können.“ Diese Vorteile dürften nicht mit einem Zurückdrehen der Reformen verspielt werden, warnte der VhU- Hauptgeschäftsführer.

          „Wir brauchen wieder mehr Ältere in Jobs“

          Als Problem für die Unternehmen nannte er den Fachkräftemangel. „Das Problem beginnt nicht bei der Ausbildung der Firmen, das Problem beginnt früher.“ Bei vielen Schulabgängern seien elementare Kenntnisse und Fertigkeiten nicht vorhanden. Dabei benötigten die Firmen immer mehr Mitarbeiter mit höherer Qualifikation. Der VhU-Hauptgeschäftsführer sprach sich für duale Studiengänge mit Hochschulausbildung und gleichzeitiger Ausbildung im Betrieb aus. Die Unternehmen müssten auch verstärkt auf ältere Arbeitnehmer setzen. „Wir brauchen wieder mehr Ältere in Jobs.“

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