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Handwerkskammer-Präsidentin Haus : „Auch das Handwerk wird Corona nicht so leicht abhaken“

Sorgt sich um die Mobilität in Frankfurt: Die Maler- und Lackierermeisterin Susanne Haus, seit 2020 Präsidentin der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main Bild: Hannah Aders

Wie geht es dem Handwerk in Rhein-Main? Susanne Haus, Kammer-Präsidentin, äußert sich im Interview über Konjunktur, Klimaschutz, Flüchtlinge und die Verkehrspolitik in der Mainmetropole.

          4 Min.

          Wie geht es dem Handwerk?

          Manfred Köhler
          Stellvertretender Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und verantwortlicher Redakteur des Wirtschaftsmagazins Metropol.

          Es kommt darauf an, auf welche Branche Sie schauen. In fast allen Baubranchen – eigentlich Bereiche, die gut durch Corona gekommen sind – gibt es derzeit Materialknappheit, etwa wegen gestiegener Exporte. Dies führt etwa dazu, dass Baumaterialien in Deutschland nicht erhältlich sind, extrem lange Lieferzeiten haben oder Preissteigerungen verzeichnen. Dachdecker stellt dies vor enorme Herausforderungen, betroffen sind aber auch die Zimmerer, Schreiner, Maler oder Handwerker aus dem Bereich Sanitär, Heizung und Klima, um nur einige zu nennen. Das Thema hat sich gerade in den vergangenen Tagen noch mal massiv zugespitzt. Teilweise müssen Betriebe Kurzarbeit anmelden, obwohl die Auftragslage hervorragend ist. Wir sagen: Hier ist jetzt die Politik gefordert. Die Messebauer und alle anderen Handwerker, die mit Veranstaltungen zu tun haben, sind weiterhin auch in einer schwierigen Lage. Es gibt aber auch die andere Seite: Die staatlichen Unterstützungen sind vielfach jetzt eingetroffen, die Friseure gehen wieder ihrer Arbeit nach.

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