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Global Switch baut auch neu : Noch ein großes Rechenzentrum am Main

Neubau: So soll der Frankfurter Campus von Global Switch künftig aussehen Bild: Simulation Unternehmen

An mehreren Stellen in Frankfurt ziehen Bauarbeiter gerade neue Rechenzentren hoch oder erweitern Flächen für Hochleistungsrechner. Nun meldet auch Branchenvertreter Global Switch eine Großinvestition am Main.

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          Auf dem Markt für Rechenzentren in Frankfurt geht es nach wie vor Schlag auf Schlag. Der Betreiber Global Switch will in unmittelbarer Nähe zu seinem Datacenter in Rödelheim ein zweites Rechenzentrum bauen. Wie das Unternehmen mitteilt, will es dort ein Gebäude mit 11.000 Quadratmetern Bruttofläche hochziehen. Die Stromkapazität gibt Global Switch mit Hauptsitz in Großbritannien mit 14 Megawatt an. Diese Leistung reicht rechnerisch für eine Kleinstadt aus. In das Gebäude will Global Switch 115 Millionen Euro stecken.

          Thorsten Winter

          Wirtschaftsredakteur und Internetkoordinator in der Rhein-Main-Zeitung.

          Global Switch reagiert nach eigenen Angaben auf die steigende Nachfrage von Kunden, die Flächen für ihre Hochleistungsrechner in Rechenzentren spezialisierter Anbieter suchen. Wie es heißt, fragen vor allem Anbieter von Cloud Computing („Software aus der Steckdose“), Finanzunternehmen und multinational tätige Unternehmen solche Flächen nach.

          Mehrere Anbieter bauen gleichzeitig

          Künftig soll der gesamte Campus über eine Stromkapazität von 28 Megawatt verfügen. Gemeinhin wird so gerechnet, dass 10 Megawatt für 7000 Mehrpersonenhaushalte ausreichen. In Frankfurt stehen alles in allem gut ein Viertel aller großen Rechenzentren auf deutschem Boden. Die Branche zieht mehr Strom ab als der Flughafen, wie der Versorger Mainova ermittelt hat.

          „Frankfurt Nord wird unser dreizehntes Rechenzentrum und ist zusammen mit weiteren Neuentwicklungen in Singapur und Hong Kong Teil unserer massiven Ausbaustrategie in bestehende und neue Märkte in Europa und in der Region Asien-Pazifik“, wird Konzernchef John Corcoran in einer Mitteilung zitiert.

          Außer Global Switch bauen derzeit die Konkurrenten Interxion, Equinix, Telehouse und Zenium neue Kapazitäten in Frankfurt auf. Das Unternehmen E-Shelter hat im Herbst einen Neubau eröffnet, der schon so gut wie ausgebucht ist.

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