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Gläubiger stimmen zu : Neue deutsche Woolworth mit mindestens 150 Läden

Gesellschafter der neuen deutschen Woolworth: Ottmar Hermann, Insolvenzverwalter Bild: AP

Die neue deutsche Billigkaufhauskette Woolworth soll den Betrieb mit mindestens 150 der 310 Geschäfte aufnehmen. Der Gläubigerausschuss hat dem Fortführungskonzept für Woolworth ebenso zugestimmt wie der Absicht, aktiv Investoren zu suchen.

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          Die neue deutsche Billigkaufhauskette Woolworth soll den Betrieb mit mindestens 150 der 310 Geschäfte aufnehmen. Bisher war von 142 Filialen die Rede gewesen. Alleiniger Inhaber des Unternehmens ist bis auf weiteres der Frankfurter Rechtsanwalt Ottmar Hermann, Insolvenzverwalter der bisherigen DWW Deutsche Woolworth GmbH & Co. KG mit Sitz in Frankfurt-Niederrad, die sich im April für zahlungsunfähig erklärt hatte. Zum Geschäftsführer ist Heinz Thünemann berufen worden. Dies teilte Hermann mit. Thünemann gehörte bis Mitte Oktober 2008 der Geschäftsführung von Karstadt an.

          Thorsten Winter

          Wirtschaftsredakteur und Internetkoordinator in der Rhein-Main-Zeitung.

          Wie ein Hermann-Sprecher weiter sagte, hat der Gläubigerausschuss dem Fortführungskonzept für Woolworth ebenso zugestimmt wie der Absicht, von nun an aktiv Investoren zu suchen. Zuletzt war von einer Reihe von Unternehmen die Rede, die vorstellig geworden und an Filialen interessiert seien – nicht aber unbedingt in der Absicht, die Marke Woolworth fortzuführen. Wieviele der zuletzt 9300 Mitarbeiter in der neuen Gesellschaft tätig sein werden, steht dahin, wie der Sprecher sagte. Zudem steht die Fortführung unter dem Vorbehalt, dass sich Hermann mit den Vermietern über die Mietkonditionen einigt.

          Nach Offenbach wird Höchst umgebaut

          In der neuen Deutsche Woolworth GmbH, die am Donnerstag ins Leben gerufen worden ist, sollen vor allem die mittelgroßen Standorte mit 25 bis 30 Beschäftigten und einer Verkaufsfläche von 900 bis 1600 Quadratmetern aufgehen, wie Hermann schon Ende Juni mitgeteilt hatte. Nach den Worten des Sprechers könnten jedoch auch kleinere Filialen mit rund 800 Quadratmetern ins neue Konzept passen, wenn sie besonders gut wirtschafteten. Die Fortführungsfilialen sollen umgebaut werden. Die Filiale im Offenbacher Ring-Center ist bereits umgestaltet, der Laden in Höchst soll „in Kürze“ folgen.

          Was diese Vorgaben für das Geschäft an der Frankfurter Zeil bedeuten, ist offen. Die Filiale zählt 150 Mitarbeiter und gilt als „Riesenladen“ – passt also auf den ersten Blick nicht ins Konzept. Woolworth betreibt in Frankfurt fünf Filialen, in Offenbach zwei und in Bad Homburg, Bad Vilbel, Sulzbach, Niedernhausen und Aschaffenburg je eine Filiale. In vier kleinen Geschäften testet Woolworth ein „Kids store“-Konzept.

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