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3000 Entwickler in Marokko? : Gewerkschaft befürchtet „Ende der Marke Opel“

Halteposition: In Eisenach ruht die Grandland-Produktion bei Opel bis mindestens Jahresende zugunsten des Konzern-Standots Sochaux Bild: dpa

Die mögliche Ausgliederung von zwei Werken aus der Opel GmbH alarmiert Gewerkschafter. Verstärkt wird ihr Ärger durch Meldungen zum Aufbau von 3000 Stellen für Entwickler und verwandte Aufgaben in Marokko.

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          Im Ringen um den Erhalt von Arbeitsplätzen in der Automobil-Entwicklung am Standort Rüsselsheim und die Zukunft der Produktion im Werk Eisenach verschärft die IG Metall den Ton. Sie fordert den Stellantis-Konzern auf, „die nachhaltige Zukunftsperspektive für die Opel-Standorte in Thüringen, Hessen und Rheinland-Pfalz zu entwickeln“. Auch die deutlich kleinere Christliche Gewerkschaft Metall meldet sich alarmiert zu Wort. Sie wirft dem Konzern „Rosinenpickerei“ vor und befürchtet nach eigenem Bekunden sogar das „Ende der Marke Opel“.

          Thorsten Winter
          Wirtschaftsredakteur und Internetkoordinator in der Rhein-Main-Zeitung.

          Anlass für die Erklärungen sind Aussagen von Stellantis zu prüfen, ob die Werke Rüsselsheim und Eisenach aus der Opel Automotive GmbH herausgelöst und rechtlich eigenständig aufgestellt werden. Dadurch solle es einfacher werden zu entscheiden, wo Stellantis welche Modelle herstellt. Vertreter der IG Metall im Rüsselsheimer Betriebsrat weisen dieses Ansinnen unter Verweis auf die anstehende Fertigung des französischen Modells DS4 im Stammwerk zurück.

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