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Geschäftsgang : Seit knapp 60 Jahren an der Paulskirche

Beide beim Vater gelernt: Sabine und Sven Richter Bild: Hannah Aders

Die Frankfurter „Buchhandlung an der Paulskirche“ ist ein Familienbetrieb mit Tradition – und hat mit Büchern über Technik und Frankfurt-Literatur ihre Nische gefunden.

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          Nein, der Buchladen schließe nicht, und es gebe auch keine Prozente - mehrmals die Woche muss Sabine Richter diese Frage beantworten. Die Frankfurter „Buchhandlung an der Paulskirche“ hat das Pech, dass der Nachbar, ein Porzellangeschäft, schon seit zwei Jahren mit dicken Prozentzeichen den Ausverkauf ankündigt. Man könnte es auch Glück nennen. Denn manch einer nimmt den Buchladen an der Ecke zum Kornmarkt dadurch erst wahr – und staunt dann über dessen lange Geschichte.

          Petra Kirchhoff

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Buchhandlung ist ein Traditions- und Familienbetrieb im besten Sinne mit seinen 40 Quadratmetern Verkaufsfläche, vermutlich auch das kleinste Buchlädchen in der Stadt. Die Geschwister Sabine und Sven Richter führen hier unaufgeregt die Geschäfte. Beide sind mit dem Buchladen groß geworden, beide haben im väterlichen Betrieb gelernt. Erich Richter hatte die Buchhandlung 1962 von der gewerkschaftlich organisierten Deutschen Hausbücherei übernommen, eine Art Bertelsmann Club. Inzwischen ist „der Papa“ 93 Jahre alt, erfreut sich bester Gesundheit und erledigt bis heute die Buchhaltung, wie die Kinder berichten.

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