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Museum der Bundesbank : Die Macht der Geldmacher

Als es noch Mark hieß und nicht Euro: Mehr als 100 Jahre alte Geldscheine im Geldmuseum Bild: Helmut Fricke

Wer bestimmt, was Geld ist? Dieser Frage widmet sich eine Ausstellung der Bundesbank. Sie zeigt den Wert von Geld nicht nur als Zahlungsmittel, sondern als Anker einer Gesellschaft.

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          Wer heute sprichwörtlich „Geld auf den Kopf haut“, der hat vor, viel davon verschwenderisch auszugeben. Dabei hatte der Satz eigentlich eine andere Bedeutung. Denn im Mittelalter war es üblich, Münzen beim Bezahlen im Wirtshaus so auf den Tresen zu legen, dass die Zahl oben zu sehen war – die Kopfseite lag dementsprechend unten. Angesichts einer Vielzahl von adeligen, geistlichen und städtischen Münzherren herrschte damals rasch Verwirrung, und so spielte für das Volk einzig der Wert der Münze eine Rolle, also die Zahl.

          Daniel Schleidt
          Stellvertretender Koordinator der Wirtschaftsredaktion in der Rhein-Main-Zeitung.

          Den Machthabern dürfte das nicht wirklich recht gewesen sein. Schließlich wollten Souveräne durch die Herausgabe von Geld ihrer besonderen gesellschaftlichen Stellung Ausdruck verleihen, als „Geldmacher“. Unter diesem Titel beschäftigt sich eine Sonderausstellung der Deutschen Bundesbank in ihrem Geldmuseum mit einer Frage, die sich viele Menschen noch nicht gestellt haben mögen, die aber für die Stabilität von Staaten von großer Bedeutung ist: Wer bestimmt eigentlich, was Geld ist?

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