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Energiewende : Industrie glaubt an den großen Stoffwechsel

Blick in die Zukunft: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD, rechts), ließ sich im Sommer vom Industriepark-Chef Joachim Krysing die Höchster Wasserstoffpläne erläutern. Bild: dpa

In einem sind sich alle einig: Wasserstoff ist mittelfristig für die Energieversorgung Hessens unverzichtbar. Doch auf zentrale Fragen fallen die Antworten noch höchst unterschiedlich aus - je nachdem, wen man fragt.

          9 Min.

          Geht doch, mochte sich Bundeskanzler Olaf Scholz gedacht haben, als er im August das Wasserstoffzentrum im Frankfurter Industriepark Höchst besucht hat. Pipelines, Elektrolyseur, Verdichterstationen, Tankstellen für Autos, Busse und Züge: alles schon da. So kann es funktionieren.

          Inga Janović
          Redakteurin im Regionalteil der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und verantwortliche Redakteurin des Wirtschaftsmagazins Metropol.

          Tatsächlich ist das, was der Parkbetreiber Infraserv im Westen Frankfurts im Kleinen aufgebaut hat, ein Vorgeschmack auf die Zukunft. Denn für die Zeit, in der Deutschland seinen Energiebedarf rein mit der Kraft von Sonne, Wind, Wasser und Erdwärme decken will, steht auch Wasserstoff als wichtiges Element in den Plänen. Ohne Wasserstoff keine Energiewende, so viel scheint klar. Jenseits dieser Prämisse wird es aber schnell unübersichtlich: Ist das Gas, das symbolisiert durch ein schlichtes H an erster Stelle im Periodensystem der Elemente steht, ein Teil der Lösung oder gar die Schlüsseltechnologie beim Umstieg von fossilen auf erneuerbare Energieträger? Und macht es Strom und Wärme noch viel teurer oder die Energiewende insgesamt billiger? Es kommt darauf an, wenn man fragt.

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