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Ausreichend Corona-Schutz? : Fraport wirbt für Flüge in den Herbsturlaub

Alles anders als früher: Fliegen ist kompliziert geworden – aber durchaus sicher, heißt es zumindest von Fraport. Bild: dpa

Bodenmarkierungen, Hinweisschilder, regelmäßige Durchsagen: Fraport verspricht Sicherheit vor Corona-Infektionen beim Ein- und Aussteigen. Der Betreiber verweist auf ein TÜV-Siegel und eine neue Passagierumfrage.

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          Weil am Freitag in Hessen und einigen anderen Bundesländern die Herbstferien beginnen, wirbt der Flughafenbetreiber Fraport dafür, Reiseziele mit dem Flugzeug anzusteuern. Trotz der schwierigen Lage angesichts der Corona-Pandemie seien viele Urlaubsziele nach wie vor – unter Beachtung der aktuellen Infektionsschutz-Regeln – vom Flughafen Frankfurt aus zu erreichen, heißt es in einer Mitteilung des im M-Dax notierten Unternehmens.

          Jochen Remmert
          Flughafenredakteur und Korrespondent Rhein-Main-Süd.

          Die Fraport AG habe gemeinsam mit den Partnern am Flughafen in den vergangenen Monaten ein umfangreiches Infektionsschutz-Paket implementiert, das eine sichere Reise ermögliche. Neben der Maskenpflicht in allen in Betrieb befindlichen Teilen der Terminalanlage würden dort auch die übrigen allgemeinen Hygiene- und Abstandsregeln sichergestellt. Bodenmarkierungen, Hinweisschilder, regelmäßige Durchsagen und verstärkte Präsenz der Fraportmitarbeiter erinnerten Reisende an das Abstandsgebot von 1,5 Metern. Die vergangenen Monate hätten gezeigt, dass die Prozesse am Flughafen gut funktionierten.

          Leser der F.A.Z. hatten allerdings in den zurückliegenden Monaten mehrfach darüber berichtet, dass sie etwa unmittelbar vor dem Boarding und nach der Landung den Eindruck gewonnen hätten, die Abstandsregeln seien eben nicht konsequent eingehalten worden. Fraport hatte in einem Fall selbst zugegeben, dass aufgrund einer technischen Panne Reiserückkehrer aus Risikogebieten unmittelbar neben anderen Reisenden aus sicheren Ländern über längere Zeit auf ihr Gepäck warten mussten. Im konkreten Fall war es eine Reisegruppe mit vielen älteren Reisenden, die aus Island zurückkehrte und sich beim Warten auf das Gepäck plötzlich in mehr oder weniger unmittelbarem Kontakt zu Reisenden aus dem Risikoland Türkei befanden.

          Gütesiegel „Sicher gegen Corona“

          Der Flughafenbetreiber weist in diesem Zusammenhang allerdings auf eine neue Umfrage der Gesellschaft für innovative Marktforschung hin, wonach rund 90 Prozent der Reisenden mit dem Gesundheits- und Infektionsschutz am Flughafen zufrieden seien. Der Frankfurter Flughafen sei zudem als erster Airport vom TÜV Hessen mit dem Gütesiegel „Sicher gegen Corona“ ausgezeichnet worden, heißt es weiter aus der Unternehmenszentrale.

          Gleichwohl setze ein erfolgreicher Schutz gegen Corona immer auch einen verantwortungsvollen Umgang der Passagiere und der Mitarbeiter mit dem Infektionsrisiko voraus. Fraport fordert die Reisenden dazu auf, sich im Bedarfsfall der an den Hygieneautomaten im Terminal1 angebotenen Einwegmasken und Desinfektionsmittel für das Handgepäck zu bedienen.

          Abgesehen von den der Pandemie geschuldeten Sicherheitsregeln, gelten nach wie vor die Tipps des Flughafenbetreibers zur Reisevorbereitung aus Vor-Corona-Tagen unverändert. Darunter fallen der Online-Check-in und die Beschränkung auf Handgepäck, um Staus und Wartezeiten zu minimieren. Unliebsame Überraschungen an der Kontrollstelle seien zudem zu vermeiden, wenn sich Fluggäste vor Reiseantritt genau darüber informierten, welche Dinge ins Handgepäck dürfen und welche unbedingt im Koffer verstaut werden sollten.

          Außerdem raten die Flughafenmanager Urlaubern, sich nach Möglichkeit vor und während des Urlaubs auf den Internetseiten des Robert-Koch-Instituts (www.rki.de) sowie des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration, das auch für Gesundheit zuständig ist (https://soziales.hessen.de), über aktuelle Einreisebestimmungen, Risikogebiete sowie geltende Quarantäne- und Testpflichtregeln zu informieren. Fraport weist außerdem auf die zwei Corona-Testzentren am Flughafen im Übergang zwischen dem Terminal 1 und dem Fernbahnhof hin. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass diese Zentren erstens in der Regel stark ausgelastet sind und zudem Ergebnisse nicht unmittelbar nach dem Test vorliegen. Ein spontaner Test inklusive Ergebnis vor dem Start oder nach der Landung ist nicht möglich.

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